Question: Warum haben sich die Ärzte aufgelöst?

Bei einem zweiten Besuch in Ost-Berlin besuchten die Ärzte ein Konzert der Band ‚Die Anderen, und der Wunsch reifte, eine eigene Tournee durch die DDR zu veranstalten. ... „Die DDR war passé und wir hatten uns aufgelöst. Im Nachhinein hätten wir mindestens einmal in Ost-Berlin spielen sollen.“

Wie ist die Rangordnung in einem Krankenhaus?

Obgleich es in deutschen Kliniken keine festgeschriebenen Hierarchien gibt, so sind doch bestimmte Posten durch Berufserfahrung und Qualifikation klar voneinander abgegrenzt. In welcher Anzahl bestimmte Posten ausgeschrieben werden und welche Aufgaben diese letztlich erfüllen, bleibt den Krankenhäusern überlassen.

Krebs stand auf Platz 6 der Todesursachenstatistik. Jetzt sterben bei ähnlich großer Bevölkerung 218 000 Menschen jährlich an Krebs. Bösartige Neubildungen stehen auf Platz 2 der Todesursachenstatistik. Was läuft da alles falsch, dass die Entwicklung in den letzten 100 Jahren so und nicht anders gegangen ist?

Weißbach: Eine einfache Antwort: Die Menschen werden zu alt. Krebs ist eine Krankheit des Alters. Und die Krebserkrankungen, die in der Jugend auftreten, wie zum Beispiel ein Hodentumor oder ein Knochensarkom, sind Krebse, die heute gut behandelt werden können. Richtig ist, dass spätestens in zehn Jahren Krebs in Deutschland die häufigste Todesursache sein wird - und darauf sind wir nicht vorbereitet.

Es scheint eben doch so zu sein, dass Krebsarten Warum haben sich die Ärzte aufgelöst? Leber- und Bauchspeicheldrüsenkrebs viele Opfer fordern, weil auch die Früherkennung dieser Karzinome nicht gut genug klappt. Weißbach: Man muss aber dazu sagen: Bauchspeicheldrüsenkrebs und auch Lungenkrebs können kaum behandelt werden, und die Heilungsaussichten sind schlecht.

In der palliativen, also in der Lebensqualität verbessernden Behandlung sind schon Fortschritte erzielt worden. Die Zellgifte sind für den Patienten besser verträglich, und somit steigt für ihn auch die Lebensqualität in der Spanne, die ihm bleibt. Wenn Krebs eine Krankheit des hohen Alters ist, müsste man ja wünschen, dass Menschen in höherem Alter verstärkt zu Vorsorgeuntersuchungen gehen.

Aber die tun es in der Regel immer seltener. Weißbach: Nur sollte man die Früherkennung andererseits auch auf ein bestimmtes Alter begrenzen. Es ist nicht besonders sinnvoll, einen 80-jährigen Mann zu einer Früherkennungs-Untersuchung zu motivieren.

Offiziell gibt es Die Ärzte als Band ja immer noch. Glaubt ihr, dass die noch mal zusammen auftreten werden? (Musik)

Es sollten nur ganz bestimmte Alters- oder Risikogruppen untersucht werden. Das Hauptproblem liegt ganz woanders: Krebsvorsorge läuft in Deutschland seit 20 Jahren nach einem festen Muster ab.

Sie ist sehr teuer, aber nicht sehr effektiv. Das liegt daran, dass die Früherkennungsmaßnahmen mit der medizinischen Entwicklung nicht Schritt gehalten haben. Weißbach: Das kommt auf den jeweiligen Tumor an.

Beim Mann beispielsweise sollte die Blutuntersuchung auf einen bestimmten Eiweißkörper, der vom Prostatakrebs abgegeben wird, in die gesetzliche Früherkennung mit aufgenommen werden. Und beim Brustkrebs sollte man dafür sorgen, dass die Frauen durch ein flächendeckendes und fachübergreifendes Früherkennungs-Programm besser als bisher versorgt werden. Also zum Beispiel bei der Brustkrebs-Sterblichkeit - die ja, seit die Krebsfrüherkennung eingeführt wurde, um 20 Prozent zugenommen hat.

Weißbach: Erstens müssen die Frauen viel stärker dazu gebracht werden, dass sie an sich Selbstuntersuchungen vornehmen. Und zweitens müssen die Ärzte endlich für eine hohe Untersuchungsqualität sorgen. Davon kann heute keine Rede sein: Eine Mammografie ist nicht gleich eine Mammografie.

Weißbach: Erfolgskontrollen klingt etwas hart, aber Qualitätssicherung ist notwendig. Es muss möglich sein, dass unabhängige Gremien Röntgenaufnahmen einsehen dürfen, um diese zu kontrollieren. Das wird leider bisher nur in wenigen Fällen praktiziert.

Einzelne Fachärzte oder Facharztgruppen haben wohl auch wenig Interesse daran, etwas zu verändern. Weißbach: Ich muss den ärztlichen Fachgesellschaften in der Tat den Vorwurf machen, dass sie in den letzten Jahren nicht viel getan haben, um die Früherkennung auf den aktuellen Wissensstand zu bringen. Und mit der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Warum haben sich die Ärzte aufgelöst? Fächern hapert es auch deshalb, weil viele Ärzte den Patienten im Laufe der Behandlung eben nicht zu dem jeweils neu zuständigen Kollegen überweisen.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Ärzten in Deutschland ist Warum haben sich die Ärzte aufgelöst?

Warum haben sich die Ärzte aufgelöst?

und senkt die Heilungschancen der Patienten. Weißbach: 1979 ist eine an sich gute Aktion bundesweit gestartet worden: die Gründung der Tumorzentren. Die Idee war, dass ein Tumorpatient dort interdisziplinär diagnostische und therapeutische Angebote bekommt.

Doch das ist oft nicht der Fall. Inzwischen haben sich die Tumorzentren überlebt - sie sind zu unbeweglichen Tankern geworden, die sich kaum noch steuern lassen.

Weißbach: In Deutschland gibt es 43 Tumorzentren. Das ist jeweils ein Verbund verschiedener Krankenhäuser, die von einer Universitätsklinik geführt werden.

Und hier können die Ärzte mit ihren Problemen hingehen und ihre Fragen vortragen. Aber leider sind diese Tumorzentren oft nicht mit den eigentlichen Wissens- und Leistungsträgern besetzt. Die Tumorzentren haben sich zu unflexiblen Apparaten entwickelt.

Warum haben sich die Ärzte aufgelöst?

In der jetzigen Form sind die Tumorzentren ohne Zukunft. Weißbach: Wir machen uns große Sorgen. Aber es gibt auch vorbildliche Ansätze. Professor Jörg Rüdiger Siewert beispielsweise, Direktor der Chirurgischen Klinik rechts der Isar in München, ist es gelungen, ein völlig neuartiges Zentrum für interdisziplinäre Tumortherapie zu gründen.

Dort wird, ähnlich wie in amerikanischen Tumorzentren, in einer straff geführten Sprechstunde der Krebskranke von den verschiedenen Fachärzten gesehen und untersucht. Um das Bild von vorhin aufzugreifen: Verglichen mit den herkömmlichen Einrichtungen ist das Münchner Zentrum ein wendiges Schnellboot. Aus den interdisziplinären Zentren dort Warum haben sich die Ärzte aufgelöst? immer wieder völlig neue Anstöße zu Diagnostik und Therapie. Wenn eine Therapie in kontrollierten klinischen Studien optimiert wird, sind die Ergebnisse am Ende um 15 bis 18 Prozent besser als bei einer herkömmlichen Therapie.

Dann wäre der Patient - wenn er vor der Entscheidung steht »Wo soll ich mich behandeln lassen? « - über gute, bessere und beste Therapieergebnisse informiert. Weißbach: Unsere Gesellschaft möchte das, aber sie stößt auf erhebliche Widerstände. Unsere Gesellschaft ist bunt und vielfältig. Weißbach: Ja, aber wir haben dazu einen Verband von Pflegenden, der ganz stark ist. Und sicherlich fürchtet auch ein Teil der Ärzte unserer Gesellschaft bei diesem Ranking nicht mit berücksichtigt zu werden.

Doch die Bemühungen, die Ärzte durch Zertifizierung auf einen Qualitätsstand zu bringen, kommen voran. Weißbach: Das würde bedeuten, dass man Praxen und Krankenhäuser nach Qualität beurteilt und ihnen ein Gütesiegel verleiht. Wir haben jetzt eine eigene Zertifizierungskommission ins Leben gerufen und versuchen, dieses Gütesiegel durchzusetzen.

Rock ’n’ Roll Realschule

Aber wird es denn gelingen, sie aufzulösen? Weißbach: Es gibt Tumorzentren, die durchaus funktionieren - auf diese berufen sich auch immer die nichtfunktionierenden. Ich glaube nicht, dass sie ohne weiteres aufgelöst werden können. In Deutschland ist es schwierig, eine überlebte Struktur zu beseitigen. Man muss sich eher fragen, ob man die Tumorzentren nicht revitalisieren kann - meiner Ansicht nach jedoch eine fast unlösbare Aufgabe.

Es ist sehr schwer, in der deutschen Medizin die aktuellen Erkenntnisse direkt an den Patienten zu transportieren. Bisher haben sich diese Hoffnungen nicht erfüllt. Wie sehen Sie diese Entwicklung? Weißbach: Es vergeht kein Tag, an dem nicht ein, zwei, drei Patienten kommen und nach einem neuen Genprodukt fragen.

Die Gentherapie wird kommen, aber sie ist noch nicht da. Wir müssen den Patienten ehrlich sagen, dass die Gentherapie eine Behandlung der Zukunft ist und dass die Zukunft noch nicht begonnen hat. Weißbach: Die Experten sagen, dass in den Jahren 2003 bis 2005 der Beginn der Gentherapie zu erwarten ist. Genprodukte stehen zum Teil schon für die klinische Prüfung bereit. Sie kommen aus dem Genlabor, sie kommen aus jungen biomedizinischen Unternehmen.

Aber sie müssen geprüft werden. Und ich habe die Sorge, dass wir in Deutschland dazu nicht bereit sind und bei uns nicht die ausreichenden klinischen Prüfungen stattfinden werden. Dann Warum haben sich die Ärzte aufgelöst? die Gefahr, dass auch diese wichtige Industrie in die Vereinigten Staaten abwandert.

Weißbach: Um neue Strukturen zu schaffen, brauchen wir auch die Hilfe der Politik. Aber vor allem müssen wir selber mehr tun, um unsere Patienten zu motivieren.

Und da haben die Ärzte in den letzten zehn Jahren - das muss man ganz hart sagen - versagt, weil solche klinischen Prüfungen mit Aufwand verbunden sind und weil diese in der Vergangenheit nicht ausreichend honoriert wurden. Weißbach: Wir von der Deutschen Krebsgesellschaft gehen jetzt einen anderen Weg. Wir umgehen den Arzt und sagen dem Patienten: »Fordere, dass du in eine klinische Studie aufgenommen wirst. Seine erste Frage lautete: »Kann ich mich bei dir an einer klinischen Studie beteiligen?

« Und zwei Stunden später kam ein anderer Patient, ein Kölner Lehrer mit einem Hodentumor, dem ich eine sehr gute Studie angeboten hatte. Doch dieser Patient lehnte strikt ab: »Ich bin kein Versuchskaninchen für Sie, ich möchte das nicht.

Weißbach: Wir werden lernen Warum haben sich die Ärzte aufgelöst?, dass wir nur einen kleinen Teil der Krebserkrankungen heilen können.

Die Erkenntnis setzt sich durch, dass wir Krebs früher diagnostizieren und dass wir - besser noch - Krebs vermeiden müssen. Weißbach: Das bereitet uns großes Kopfzerbrechen, aber wir lernen immer besser damit umzugehen. Wir sind allerdings nicht tolerant, wenn damit hohe Kosten verbunden sind, die dem Gesundheitssystem entzogen werden. Deshalb finde ich Bemühungen um eine Negativ-Liste auch richtig. Einige Paramediziner haben sich durchaus schon in diese Richtung geäußert. Sie sagen: »Wir stellen uns den Prüfmethoden, die die Schulmedizin anbietet.

Weißbach: Ich glaube, so was ist einfach notwendig. Es wird sich nichts daran Warum haben sich die Ärzte aufgelöst?, dass Deutschland als Land der Märchen, der Sagen und der großen mythischen Traditionen immer einen hohen Bevölkerungsanteil hat, der paramedizinischen Vorstellungen nachhängt.

Aber der beste Patient ist der aufgeklärte, der bewusste und der wissende Patient.

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