Question: Wie schreibt man weiter zu beschäftigen?

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beschäftige weiter! beschäftigt weiter! Worttrennung: wei·ter·be·schäf·ti·gen, Präteritum: be·schäf·tig·te wei·ter, Partizip II: wei·ter·be·schäf·tigt.

Wer über die Zeit schreibt, sucht sich deshalb Konkretes. Ein konkretes Problem vor allem: zu wenig Zeit, die wir haben; zu viel Zeit, die schon vergangen ist. Und im Endeffekt geht es wie immer nur um uns. Doch was wenn die Zeit selbst mal im Mittelpunkt stehen soll? Dazu wollen wir uns zwei Künstler anschauen, die sich mit dem Thema Zeit auseinandergesetzt haben: Roman Opałka und Wie schreibt man weiter zu beschäftigen?

Kawara. Der französisch-polnische Künstler Roman Opałka hat in den 60er Jahren begonnen, mit einem feinen Pinsel Zahlen auf eine Leinwand zu malen.

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Eine Eins, dann eine Zwei, eine Drei. Weiße Farbe auf dunklem Grund. Dieser Grundfarbe mischte er bei jeder neuen Leinwand ein wenig Weiß bei, so dass die Hintergründe immer heller wurden und sich so irgendwann dem Weiß der Zahlen annähern sollten. Als es 2011 Wie schreibt man weiter zu beschäftigen? fast soweit war, starb Opałka. Ebenfalls in den 60er Jahren begann On Kawara mit seinen Date Paintings: Mit weißer Farbe malte er für diese Serie, die er bis zu seinem Tod 2014 fortführte, das jeweilige Datum auf einen einfarbigen Grund.

Hierzu entwickelte er unzählige Regeln, unter anderem: Die Schreibweise und die Monatsabkürzung richten sich nach der Sprache des Landes, in dem das Bild Wie schreibt man weiter zu beschäftigen? und On Kawara ist viel gereist. Hat dieses Land keine lateinischen Schriftzeichen, verwendet er Esperanto.

Schafft er es nicht, das jeweilige Bild an diesem Tag fertigzustellen, wird es zerstört. Beide Konzeptkünstler beschäftigen sich mit der Bedeutungslosigkeit des Lebens und der Malerei. Und überwinden diese, indem sie die Zeit visualisieren. Das wollte ich auch versuchen. Allerdings basieren beide Konzepte auf Zahlen. Natürlich, schließlich messen wir die Zeit mit Zahlen und orientieren uns am Datum. Aber geht das auch anders? Können wir die Zeit auch Wörter schreibend visualisieren?

Ist nicht jedes Wort, auf Papier gebannt, ein kleiner Versuch, die Zeit zu halten?

Wie schreibt man weiter zu beschäftigen?

Den Fluss der Gedanken, so eilig er auch sein mag, auf etwas zu bannen, dass die Zeit überdauern und die Zeit hintergründig werden lasse? Vorgestern gedacht, gestern geschrieben, heute gelesen, und morgen noch nicht ganz verstanden. Oh, und dieses böse vergängliche Papier! Das stimmt, das Gefühl habe ich auch immer — schreibend versuchen wir uns, an dieses Leben, an den Moment zu krallen, wollen ihn nicht gehen lassen, sondern festhalten und bewahren.

Ein lächerlicher Versuch, wäre es nicht so schön, den Moment so mit anderen zu teilen und zu fragen: Schau, kennst du das? Dann wird aus deinem vergangenen Moment mein gegenwärtiger Moment. Viel Inhalt und Interpretationsmöglichkeiten komprimiert auf wenige Worte. Grüße aus dem Tal der Wupper!

Wie schreibt man weiter zu beschäftigen?

Ein kurzes Gedicht ist schnell gelesen, während eine längere Prosageschichte einen länger vereinnahmt, zumindest für die Zeit des Lesens, da hast du recht, Reiner. Ule hat genauso recht, aufgrund der Mehrschichtigkeit von Gedichten, können diese einen wiederum länger beschäftigen als ein eindeutiger Prosatext. Vielleicht ist es auch gerade die Form, die immer die Zeit mit darstellt. Eine Seite Prosa à la Thomas Bernhard, also ohne Absätze oder Punkte, erzeugt Schnelligkeit. Die vielen Umbrüche eines Gedichts erzwingen immer Wie schreibt man weiter zu beschäftigen?

Pausen. Lange Sonntagsgrüße Carina Liebe Carina, diese Fragen beschäftigen mich auch immer wieder; die hier beschriebenen Lösungsansätze finde ich hochinteressant. Im Mai 2016 habe ich in diesem Blogbeitrag einen Versuch unternommen, mich fotografisch und lyrisch der Zeit anzunähern: Wenn du magst, kannst du den Beitrag auch gerne rebloggen.

Gruß Ule Hallo Ule, vielen Dank für diesen Beitrag! Dieses komische Ding, was wir Zeit nennen, was für Fragenketten es in uns auslöst, wir sehr wir es begreifen und greifen wollen. Vor allem das Ende deines Gedichts hält diesen Umstand so schön fest. Die Zeit und die Sprache … das erinnert mich an die Pirahã: ein indigenes Volk in Brasilien, in dessen Sprache es keine Zeit, keine Vergangenheit und keine Zukunft, und auch keine Zahlen gibt.

Wie anders eine Sprache sein kann und wie anders wohl das Denken in dieser sein muss … Viele Grüße Carina.

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