Question: Wer ist schuld an Gretchens Schicksal?

Dabei werde ich aufzeigen, dass Faust von Gretchens Unschuld angezogen ist, und er Schuld an Gretchens Untergang ist. Dies ist das Faustsche Paradox, die Zerstörung der Unschuld, die ihn anzog.

In welcher Szene tötet Gretchen ihr Kind?

Zur Katastrophe kommt es in der Szene im Dom, in der ein „böser Geist“ auf Gretchen einredet und ihr vorwirft, ihre Unschuld verloren zu haben. Es wird deutlich, dass ihre Mutter durch die Schlaftropfen gestorben ist.

Ist Faust trotz seiner Schuld ein guter Mensch?

Mephisto werde an Ende beschämt erkennen müssen: Faust ist ein guter Mensch; er kann wohl irren (es irrt der Mensch, solang er strebt.), aber „ein guter Mensch in seinen dunklen Drange ist sich des rechten Weges wohl bewusst.

Ist Faust moralisch?

Die Wissenschaft kennt keine Moral. Und Faust kennt auch keine Moral. Er beginnt das Stück damit, dass er alles infrage stellt, was er bislang gemacht hat, und eigentlich ist er so weit, sterben zu wollen, weil der Anspruch an die Realisierung des Individuums in dieser Welt erledigt ist.

Wann ist Gretchen schwanger geworden?

Valentin gibt hingegen schon zu, das Gretchen schwanger ist. In dem simplen Satz „Wenn erst die Schande wird geboren“ (Vers 3740) steckt unheimlich viel Bedeutung für den Verlauf der Handlung. ... Der Zuseher erfährt nur durch den „bösen Geist“, dass die Mutter nach Einnahme des Trankes gestorben ist (Verse 3786-87).

Wie schätzt Faust Mephisto ein?

wird deutlich, wie wenig Faust Mephisto schätzt. ... Wenn Faust von sich selbst behaupten kann, dass er mit sich und der Welt zufrieden ist, so kann Mephisto seine Seele haben. Mephisto ist sich seiner Sache sehr sicher und ist stark davon überzeugt, Faust vom rechten Weg abbringen zu können.

Ist Faust oder Mephisto schuldig?

Da auch Mephisto, als Zuschauer des Spektakels, keine Schuld trägt, bleiben nur Faust und die Gesellschaft. Zwar hat die Page 9 Gesellschaft Gretchen zum Kindsmord getrieben, durch scharfe soziale Sanktionen gegen schwangere unverheiratete Frauen, doch Faust hat sie in diese Situation gebracht.

Was denkt Faust über die Liebe?

Mephistos eigenste Domäne ist die Sinnlichkeit, wobei Gretchen die Gegenspielerin Mephistos um Fausts Heil darstellt, da sie die gefühlsmäßige Liebe darstellt. Mephisto will Faust der rohesten Art der Liebe, der körperlichen Liebe, nahe bringen, von echten Gefühlen versteht er nichts.

Erläuterungen, Analysen und Interpretationen zu Gedichten von Georg Trakl

Denn er konnte trotz seines Wissens keine absolute Erkenntnis über die Welt gewinnen. Faust willigt ein und gemeinsam brechen sie zu einer Reise auf. Das lyrische Ich spricht die Figuren des Stücks direkt an und beschreibt, dass es sich zwar schon in der Vergangenheit mit dem Thema Faust beschäftigte, nun aber bereit sei, das endlich abzuschließen.

Daher kann man davon ausgehen, dass Goethe hier von sich selbst spricht. Er trauert vor allem seiner Jugend nach und denkt an seine erste Liebe und die Glücksgefühle, die er damals verspürt hat. Goethe vermisst diese Leidenschaft und gedenkt der Freunde, die zum Teil nun verstorben seien und nie sein vollendetes Werk hören werden.

Schlüsselszenen und Deutungsansätze Auseinandersetzung mit dem Faust-Stoff Bei dem Gedicht handelt es sich um einealso einem Klagegedicht, welches in Distichen zweizeilige Wer ist schuld an Gretchens Schicksal? verfasst wurde. Goethe berichtet davon, wie er sich bereits in einem ersten Entwurf Urfaust — ca. Der Direktor stellt dem Theaterdichter und einer lustigen Person gemeint ist ein Schauspieler die Frage, was denn der Sinn Wer ist schuld an Gretchens Schicksal? Zweck eines Theaterspiels sein soll.

Dabei ist er ganz klar der Meinung, dass es ihm hauptsächlich um den finanziellen Durchbruch des Stücks geht. Wichtig sind vor allem volle Kassen und je mehr Menschen sich das Theaterstück anschauen, desto besser.

Der Theaterdichter ist da anderer Meinung: Ihm geht es um die Kunst an sich und die Arbeit und Leidenschaft, die dahinterstecken und das Werk für die Ewigkeit Wer ist schuld an Gretchens Schicksal?.

Er bezeichnet die Profession des Dichters als schöpferische Kraft, die sogar dazu imstande sei, die Götter im Olymp zu vereinen. Dagegen geht es dem Schauspieler um die Unterhaltung. Der Zuschauer soll im Moment leben und das Theaterstück genießen. Die Geschichten für den Stoff könne man sich aus dem alltäglichen Leben ableiten.

Der Sinn des Theaterspiels und damit der Schauspieler liegt darin, das Publikum für sich einzunehmen und zu begeistern. Der Direktor zieht einen Schlussstrich unter die Diskussion und meint, dass das vorliegende Stück gemeint ist die Faust-Geschichte als einen Kompromiss darstelle, da es allgemeingültig sei und die Ansprüche aller drei Gesprächspartner zufriedenstelle.

Dies ist als Paradox gemeint bedächtig — schnell. Zusätzlich wird der Gegensatz zwischen Himmel und Hölle genannt, welcher alles Weltbefindliche in sich einschließt. Die drei Erzengel Michael, Gabriel und Raphael kommen im Wer ist schuld an Gretchens Schicksal? zusammen und halten Lobhymnen auf Gott und Wer ist schuld an Gretchens Schicksal?

Werke. Diese seien perfekt und erfüllen die Engel mit Stolz. Plötzlich tritt auch Mephisto hervor und prangert den Menschen als Gesindel an. Er macht sich über sie lustig und bezeichnet sie als schwache und gebrechliche Wesen, die ihren Trieben folgen — wobei die Vernunft nur eine Illusion ist. Gott ist diesbezüglich sichtlich genervt von den Aussagen Mephistos und lobt den Wissenschaftler Dr. Heinrich Faust als einen treuen und gottesfürchtigen Knecht, auch wenn dieser gerade eine kleine Sinneskrise hat.

Gott ist bewusst, dass Faust zwar wissenschaftliche Erkenntnis sucht, aber auch gleichzeitig seiner körperlichen Lust nachgehen möchte. Mephisto ist davon unbeeindruckt und behauptet sogar, dass er Faust vom rechten Weg abkehren könnte.

Er schlägt Gott daraufhin eine Wette vor, in welcher er um Erlaubnis bittet, Faust zu beeinflussen, um damit Gott zu beweisen, dass sich sein treuer Diener sehr wohl von ihm abwenden könne. Gott geht nicht auf den Wettvorschlag ein und ist davon überzeugt, dass Faust nicht abtrünnig werden würde.

Gott gestattet Mephisto, auf diesen einzuwirken, da es in der Natur des Teufels liegt, den Menschen auf negative Weise anzustacheln. Er sagt Mephisto aber auch voraus, dass er am Ende verlieren werde. Damit wird die Faust-Handlung eingeführt. Schlüsselszenen und Deutungsansätze Der religiöse Rahmen der Faust-Tragödie Der Prolog im Himmel bildet den religiösen Rahmen der Faust-Handlung. Dieser Begriff wurde im Alten Testament auch für Moses und David verwendet.

Somit sind damit auch von Gott auserwählte Menschen gemeint. Damit gilt Heinrich Faust auch als Prüfstein für das gesamte Menschengeschlecht. Dies begründet er damit, dass Mephisto als die Verkörperung des Bösen zum Weltgeschehen dazugehört.

Da er ihm auch die Niederlage voraussagt, steht Mephisto bereits im Prolog als Verlierer des Dramas fest. Dies stürzt in eine noch tiefere Verzweiflung.

In seinem Studierzimmer erlebt der promovierte Gelehrte Heinrich eine echte Sinneskrise. Das Leben als tüchtiger Wissenschaftler konnte ihm keine wahren Erkenntnisse über die Welt bieten und die Ergebnisse seiner langjährigen abgeschlossenen Studien in den Bereichen Theologie, Medizin, Jura und Philosophie zeigen ihm, dass er nichts weiß.

Er möchte sich daher der Magie zuwenden und betrachtet das Zeichen des Makrokosmos. Das Zeichen skizziert die Verbindung aller Dinge, wie Himmel, Hölle, Planeten, Engel, Teufel und Menschen. Das reicht aber noch nicht. Als Ausweg sieht er nun die tatsächliche Anwendung von heidnischer Magie, durch die er die Natur in ihrer wahren Form erleben möchte und beschwört einen Erdgeist herauf.

Dieser stürzt Faust aber in eine noch tiefere Existenzkrise, da er dem Geist anscheinend nicht gewachsen ist. Als ihm selbst die Anwendung von Magie keine positive Erkenntnis bringt, bricht Faust verzweifelt zusammen.

Im selben Moment klopft es an der Tür und der Gelehrte Wagner — Fausts Schüler — tritt ein. Wagner ist ein fleißiger Student und versucht Faust in seinem Optimismus vom Fortschritt der Wissenschaft zu überzeugen. Doch das Gespräch mit Wagner verzweifelt Faust nur noch mehr und nach dessen Abgang sieht er den einzigen Ausweg aus seiner Krise im Freitod.

Er hält sich eine Giftschale an den Mund und ist kurz davor, sich damit umzubringen, als ihn die plötzlich einsetzenden Osterglocken an der Tat hindern. Durch den Klang der Glocken erinnert sich Faust an seine Jugend und überdenkt den Selbstmord. Schlüsselszenen und Deutungsansätze Gelehrtentragödie Faust erlebt in seinem Studierzimmer eine Existenzkrise. Sein Monolog zu Beginn der Szene besteht aus Knittelversen Reimvers bestehend aus Paarreimen. Der Versuch scheitert aber, da Faust die Erfahrung der reinen Natur nicht verkraften kann und sich abwendet.

Der Erdgeist verhöhnt ihn daraufhin. Er bildet das genaue Gegenteil zum zweifelnden Faust. Der Erdgeist und sein Famulus haben ihm dies nochmal vor Augen geführt, sodass er seinen Ausgang nur noch im Freitod sieht.

Die Träne quillt, die Erde hat mich wieder! Faust nimmt ihn mit in sein Studierzimmer. Am ersten Feiertag unternehmen und Wagner einen Osterspaziergang. Sie begegnen allerlei Leuten aus den verschiedensten sozialen Schichten, die mit ihrem Auftreten und ihren Aussagen über die Welt einen Überblick über die Wer ist schuld an Gretchens Schicksal? mittelständische Gesellschaft bieten sollen. Die beiden begegnen Bauern, Bürgern, Studenten, Soldaten, Handwerkern und Mägden, die allesamt ihre Hochachtung zeigen.

Am Abend möchten die beiden von ihrem Osterspaziergang nach Hause zurückkehren, als plötzlich ein schwarzer Pudel auffällt, der sie seit Längerem zu verfolgen scheint. Faust ist von dem Hund angetan und spürt eine magische Aura um ihn herum.

Er nimmt ihn mit in sein Studierzimmer. Schlüsselszenen und Deutungsansätze Die auferstehende Gesellschaft und Fausts Gefühlswelt Margaretes Wer ist schuld an Gretchens Schicksal?

wird durch eine alte Kupplerin angedeutet, die zwei Mädchen verkuppeln möchte. Eines der Mädchen sieht darin eine Gefahr. Für ihn steht seine Berufung als Gelehrter über der Natur. Er hat eine sehr negative Meinung über ihn und meint, dass sie zusammen trotz der medizinischen Unterstützung zu Zeiten der Pest, die Bürger vergiftet hätten.

Auf der einen Seite möchte er die sinnlichen Vergnügen erfahren, die die Welt zu bieten hat. Andererseits würde er auch gerne geistige Erleuchtung erfahren.

Diese Zerrissenheit löst bei Faust Fernweh aus, er würde gerne in andere Länder reisen. Faust hingegen spürt eine gewisse Magie um das Tier herum und gibt einen Vorausblick auf die zukünftige Verbindung.

Mephisto flieht aus dem Studierzimmer und lässt einen verwirrten Faust zurück. Um seine neu aufkeimende wissenschaftliche Neugier zu befriedigen, arbeitet konzentriert nach dem Osterspaziergang an der Übersetzung des Johannes-Evangeliums Neues Testament.

Er bemerkt, dass der schwarze Pudel immer unruhiger wird. Dieser knurrt und bellt, sodass Faust mit der Übersetzung innehält und den Pudel genauer ins Auge fasst. Er ahnt nichts Gutes und beschwört mit Zaubersprüchen die wahre Gestalt des Hundes herauf. Das Tier verwandelt sich zurück und Mephisto tritt gekleidet als ein fahrender Scholasticus Schüler hinter dem Ofen hervor.

Auf der Türschwelle ist ein unsauber gezeichnetes Pentagramm abgebildet, welches ihn davon abhält, sich frei zu bewegen. Mephisto ist folglich an das Studierzimmer gebunden und möchte sich befreien. Dazu versetzt er mit einer Beschwörungsformel in einen Schlaf und befreit sich mithilfe einer Ratte aus dem Pentagramm sie nagt das Zeichen an und zerstört dadurch den magischen Bann.

Als erwacht, ist Mephisto bereits aus dem Studierzimmer geflohen. Enttäuscht denkt er sich, das Erlebte nur geträumt zu haben. Schlüsselszenen und Deutungsansätze Fausts Tatendrang und Mephistos Dilemma Bei der Übersetzung des Johannes-Evangeliums zieht Faust Parallelen zu seiner inneren Gefühlswelt.

Die am Anfang stehende Tat überträgt er auf sein eigenes Verlangen nach dem Lebensgenuss. Damit möchte Faust ganz im Sinne eines Stürmers und Drängers handeln und sich nicht mehr nur als Gelehrter sehen. Mephisto tritt hervor und stellt sich widersprüchlich vor. Zusätzlich verdreht er die Schöpfungsgeschichte, um seine Macht zu beschreiben. Er schlägt von sich aus Mephisto einen Pakt vor. Im Gegenzug muss Faust dem Teufel seine Seele übergeben, wenn sein Lebensglück erfüllt sei.

Dabei bindet er sich als Diener an Faust und muss ihm jeden Wunsch erfüllen. Der Pakt wird mit Blut besiegelt. Da ihm nun der Teufel höchstpersönlich dient, ist Faust ganz aus dem Häuschen und möchte das Leben in seinen vollen Zügen genießen.

Er wendet sich sogar von der Wissenschaft ab, während Mephisto die ganze Zeit weiterhin darauf pocht, die einfachen Dinge im Leben auszukosten.

Hinter Fausts Rücken macht er sich aber über ihn lustig. In der Zwischenzeit hat sich Mephisto Fausts Kleidung angezogen und begrüßt den neu ankommenden Schüler, der zur Studienberatung erschienen ist. In dem Dialog unterhält sich Mephisto als Professor mit dem Schüler über die Universität, wobei er sich vor allem über die zeitgenössische Wissenschaft und einige der Fakultäten lustig macht. Der Wer ist schuld an Gretchens Schicksal? ist ganz verblüfft und bittet Mephisto um einen Eintrag in sein Stammbuch Poesiealbum.

Dieser zitiert darin die Worte, die die Schlange im Alten Testament zu Adam und Eva sagte, um den Sündenfall auszulösen. Nachdem der Schüler weg ist, tritt wieder auf und fragt Mephisto, wohin sie nun zuerst gehen sollen.

Der Teufel bittet Faust, Wer ist schuld an Gretchens Schicksal? zu vertrauen und schlägt vor, mithilfe seines magischen Mantels einfach davonzufliegen.

Schlüsselszenen und Deutungsansätze Der Teufelspakt Um den Pakt mit Mephisto eingehen zu können, muss sich von seinem bisherigen Leben verabschieden und sich von seinen Traditionen, der Hoffnung, der Liebe, des Glaubens und auch seinem Leben als Wissenschaftler lossagen.

Faust möchte wissen, was dabei für den Teufel herausspringt, was dieser zunächst unter den Tisch kehren möchte. Nachdem Faust aber weiterhin darauf drängt, offenbart Mephisto, dass Faust ihm seine Seele übergeben muss, sobald er Glückseligkeit im Augenblick empfinden sollte.

In der darauffolgenden Studienberatung lästert Mephisto über die die vier verschiedenen Fakultäten Medizin, Jura, Philosophie und Theologie. Die zeitgenössische Wissenschaft soll durch sinnlichen Lebensgenuss verdrängt werden. Die Reise von Faust und Mephisto beginnt in einer Kneipe in Leipzig — Auerbachs Keller.

Dabei handelt es sich um eine Studentenkneipe, in der sich vor allem abends die Studenten treffen und gemeinsam trinken. Hier möchte Mephisto Faust das einfache und sinnliche Leben schmackhaft machen und animiert ihn dazu, zusammen mit den Studenten zu feiern. Da die beiden als Unbekannte in die Kneipe gekommen sind, erregen sie die Aufmerksamkeit der feiernden Studenten.

Mephisto will sich direkt in die Gruppe einschleimen, indem er zunächst ein lustiges Lied anstimmt und dann jedem Studenten seine Lieblingssorte Wein auf den Tisch zaubert. Die Studenten sind zunächst beeindruckt von dem Zaubertrick — scheint aber eher weniger begeistert von dem Saufgelage und möchte die Kneipe wieder verlassen.

Wer ist schuld an Gretchens Schicksal? einer der Feierwütigen etwas Wein verschüttet, verwandelt sich das Getränk plötzlich in Feuer. Mephisto reizt damit die Säufer und wiederholt den magischen Trick auch bei den anderen Studenten, weshalb sie erschrocken ihre Messer ziehen und auf Mephisto losgehen.

Der Teufel belegt sie auf der Stelle mit einem Illusionszauber und flieht mit aus der Kneipe. Die Studenten bleiben geschockt und verstört zurück. Schlüsselszenen und Deutungsansätze Das lasterhafte Studentenleben Die feiernden Studenten sollen das Erstarren der Wissenschaften darstellen.

Es gibt keine neuen Erkenntnisse, weswegen die Studenten nur noch am Saufen und Feiern sind. Dadurch verdummen sie noch mehr und lassen in ihren Wer ist schuld an Gretchens Schicksal? nur noch Platz für Wer ist schuld an Gretchens Schicksal? Gedankengut. Danach wird ihm jede Frau begehrenswert erscheinen. Faust wird von Mephisto in eine Hexenküche geführt. Wer ist schuld an Gretchens Schicksal? sind die Decke und die Wände mit den merkwürdigsten Hexenutensilien ausgeschmückt, Wer ist schuld an Gretchens Schicksal?

Faust zunächst abschreckt. Zwei Meerkatzen sitzen vor einem großen Kessel und achten darauf, dass dieser während der Abwesenheit der Hexe nicht überläuft.

Mephisto erzählt Faust Wer ist schuld an Gretchens Schicksal? einem Zaubertrank, der ihn verjüngen soll und den nur die Hexe zubereiten kann. Während sie auf die Hexe warten und Mephisto sich in einen Sessel niedergelassen hat und mit den Katzen unterhält, erblickt Faust in einem Zauberspiegel das Bildnis einer wunderschönen Blondine und ist sofort von ihr angetan. Die Hexe erscheint und begrüßt die beiden Besucher. Mephisto befiehlt ihr, den Zaubertrank zu brauen und die Hexe willigt ein.

Zunächst ist Faust etwas skeptisch, willigt aber ein, in den von der Hexe gemalten Kreis zu treten und den Zaubertrank zu trinken. Nachdem er verjüngt aus dem Kreis heraustritt, fällt ihm wieder die Blondine in dem Zauberspiegel ein und er kann sich von ihrem Anblick wieder nicht losreißen. Mephisto zieht ihn mit den Worten weg, dass er diese Schönheit in Zukunft in jeder Frau sehen wird.

Schlüsselszenen und Deutungsansätze Der Zaubertrank und die schönste Frau der Welt In dieser Szene erfolgt nochmals eine Anspielung auf die Französische Revolution, da die beiden Meerkatzen in der Hexenküche mit einer Krone rumspielen. Dies stellt die furchtbaren Gräueltaten zu der Zeit dar und versinnbildlicht die instabile Macht des Absolutismus. Die Hexenküche ekelt Faust zunächst an.

Er muss aber dieses Chaos ertragen, da ihm ein Verjüngungstrank versprochen wird. Die rationale Welt Fausts wird durch das Irrationale Treiben in der Hexenküche zerstört. Dabei geht jedoch die Krone als der Macht zu Bruch. Sie gehen ungeschickt mit der Krone um und zerbrechen sie in zwei Wer ist schuld an Gretchens Schicksal?, mit welchen sie herumspringen. Margarete weicht aus Bescheidenheit den Flirtversuchen Fausts aus und geht weiter.

Der Teufel hat aber keine Gewalt über das unschuldige Mädchen und mahnt ihn zur List. Auf einer Straße vor der Kirche begegnet Faust der 14-jährigen Margarete. Er ist von ihr so sehr angetan, dass er ihr anbietet, sie nach Hause Wer ist schuld an Gretchens Schicksal? begleiten. Der Flirtversuch zieht jedoch nicht, da Gretchen zu bescheiden und schüchtern ist. Wer ist schuld an Gretchens Schicksal? geht allein nach Hause. Nun tritt Mephisto auf den Plan und sofort fordert ihn Faust auf, Margarete zu seiner Geliebten zu machen.

Mephisto offenbart Faust aber, dass er Margarete bereits in der Kirche belauscht habe und aufgrund ihrer Unschuld keine Macht über sie habe. Darüber ist Faust gar nicht begeistert und droht Mephisto sogar, den Pakt aufzulösen, wenn er Gretchen nicht für sich gewinnen kann. Der Teufel mahnt Faust zur Geduld und List und bietet ihm stattdessen an, ihn am Abend in Margaretes Zimmer zu führen. Zusätzlich will er auch noch ein Geschenk besorgen, was Faust dann in ihrem Zimmer platzieren soll.

Dazu ist er sogar bereit, den Teufelspakt wieder aufzuheben. Mephisto lockt Faust mit der Versprechung, ihn in ihr Zimmer zu führen. Faust - von Mephisto allein gelassen — schwärmt von Margarete. Zurück in ihrem kleinen Zimmer fragt sich Margarete, wer denn der Mann gewesen ist, der sie heute am Tag auf der Straße angesprochen hat. Aufgrund seiner ansehnlichen Erscheinung und seines draufgängerischen Auftretens hält sie ihn für einen Edelmann.

In ihrer Abwesenheit führt Mephisto in das Zimmer und lässt ihn dort zunächst allein. Faust ist ganz angetan von dem Raum und malt sich Margaretes bisheriges Leben aus. Beim Betrachten des Bettes verspürt er Wollust und ist plötzlich über sich selbst schockiert, da er illegal in das Zimmer des Mädchens eingebrochen ist. Mephisto kehrt zurück und drängt wegen Margaretes baldiger Rückkehr zur Flucht. Vorher versteckt der Teufel aber noch ein gestohlenes Schmuckkästchen in ihrem Kleiderschrank und macht sich über lustig, als dieser sein Unbehagen gegenüber dem Plan ausspricht.

Als Margarete heimkommt und sich umziehen möchte, entdeckt sie das Schmuckkästchen. Sie rätselt über dessen Herkunft, kann aber nicht widerstehen, legt sich den teuren Schmuck an und posiert damit vor ihrem Spiegel. Schlüsselszenen und Deutungsansätze Beginn der Gretchen-Tragödie In ihrem Zimmer denkt Margarete an Faust.

Es deutet sich das zukünftige Verhältnis an, da sie Gefallen an dem fremden Mann gefunden hat. Beim Anblick des Betts als Zentrum seiner Begierde überkommen Faust Zweifel an seinem Vorgehen. Der hinzukommende Mephisto kann ihm diese aber ausreden. Was wird das Herz dir schwer? Das Lied handelt von der Liebe und Treue eines Königs zu seiner verstorbenen Partnerin.

Mit dem Lied deutet Margarete ihre endlose Treue gegenüber Faust an, welche sogar über den Tod hinauszugehen scheint. Als Margarete den Schmuck anlegt, träumt sie gleichzeitig vom sozialen Aufstieg. Während eines Spaziergangs erzählt Mephisto Faust ganz aufgebracht von den neusten Entwicklungen in Sachen Margarete. Sie habe den von Mephisto platzierten Schmuck ihrer Mutter gezeigt, welche daraufhin ganz außer sich den örtlichen Priester verständigt habe. Der Priester habe den verdächtigen Schatz im Namen der Kirche sofort konfisziert, vorher aber noch himmlische Erlösung versprochen.

Mephisto macht sich darüber lustig, wie scheinheilig die Kirche wertvolle Güter einstreicht, ohne über deren Herkunft nachzudenken. Er versichert Faust, dass Margarete sich eh mehr dafür interessiere, wer ihr denn den Schmuck geschenkt hat. Faust fordert Mephisto auf, ein neues Geschenk zu besorgen und auch gleichzeitig die Nachbarin aufzusuchen und sich mit ihr zu verbünden.

So erhofft er sich ein einfaches Spiel bei Margarete. Schlüsselszenen und Deutungsansätze Kritik an der Kirche Mephisto kritisiert die Kirche aufgrund der illegalen Konfiszierung des Schmucks durch den Pfarrer. Sie eigne sich in ihrer Gier und Verblendung allerlei wertvolle Güter an, ohne deren Herkunft in Frage zu stellen.

Sie hätte gerne Gewissheit über sein Verbleiben, um ihr Leben weiterführen zu können. Tragen kann sie ihn bei Marthe im Haus. Den Totenschein möchte er zusammen mit einem weiteren Zeugen am Abend im Garten vorbeibringen.

In Ihrem Haus trauert Marthe Schwertlein ihrem Ehemann hinterher. Dieser habe sie im Stich gelassen und sei verschwunden. Sie möchte ihm nicht fremdgehen, wenn sie keine Gewissheit in Form eines Totenscheins darüber hat, ob er noch am Wer ist schuld an Gretchens Schicksal?

ist. Margarete tritt auf und erzählt Marthe von einem weiteren Schmuckkästchen, welches sie in ihrem Kleiderschrank gefunden hat. Die Nachbarin Wer ist schuld an Gretchens Schicksal? Margarete, Wer ist schuld an Gretchens Schicksal? teuren Schmuck vor der Mutter zu verstecken und erstmal nur bei ihr im Haus zu tragen.

Plötzlich klopft es an der Tür und Mephisto tritt mit trauriger Kunde herein. Marthes Ehemann liege tot bei Padua Gemeinde in Italien begraben und Mephisto habe den Auftrag, ihr die Kunde zu überbringen. Marthe ist nicht vollständig überzeugt und möchte gerne doch noch zusätzlich einen Totenschein haben. Währenddessen flirtet sie mit Mephisto. Der Teufel verspricht ihr, den Totenschein zusammen mit einem Zeugen — einem feinen Gesellen — vorbeizubringen.

Marthe bietet an, dass sie sich am Abend im Garten treffen, Wer ist schuld an Gretchens Schicksal? Mephisto überredet sie, Margarete zu dem Treffen mitzubringen.

Schlüsselszenen und Deutungsansätze Marthe als Kupplerin Margarete bringt ein zweites, noch wertvolleres Schmuckkästchen zu ihrer Nachbarin Marthe und ist mit Hinblick auf ein besseres Leben begeistert. Schließlich lässt er sich auf den Betrug ein. Faust fragt bei Mephisto nach, wie denn das Werben um Margaretes Gunst läuft und ob er Fortschritte machen konnte.

Mephisto zählt auf Marthes Unterstützung, die aber nur eintreten kann, wenn Faust als Zeuge auftritt. Er müsse aussagen, dass Marthes Ehemann in Padua begraben liegt. Faust möchte nicht zu solchen drastischen Mitteln greifen, woraufhin sich Mephisto über seine Doppelmoral lustig Wer ist schuld an Gretchens Schicksal?.

Der Teufel wirft ihm vor, es nicht ernst mit Margarete zu meinen. Diese Unterstellung bringt Faust auf die Palme und er willigt ein, Marthe zu belügen, um mit Margarete zusammenzukommen. Schlüsselszenen und Deutungsansätze Fausts Doppelmoral Faust weigert sich zunächst, den Plan von Mephisto zu befolgen und Marthe über ihren Ehemann zu belügen.

Mephisto entlarvt ihn jedoch rhetorisch als Lügner. Faust hätte als Wissenschaftler die Menschen auch belogen. Diese Provokationen bewirken, dass Faust letzten Endes nachgibt und sich selbst korrumpiert. Am Abend treffen sich die Pärchen in Marthens Garten. Dabei geht Faust Wer ist schuld an Gretchens Schicksal? Margarete spazieren, während sich Mephisto um Marthe kümmert. Dabei hat der Teufel alle Mühe, ihren Flirtversuchen auszuweichen.

Margarete erzählt Faust ihre Lebensgeschichte. Sie hat ihre kleine Schwester anstelle der kranken Mutter großgezogen, obwohl sie selbst noch ein Kind war. Dabei versucht sie ihn von ihren Qualitäten als Hausfrau zu überzeugen. Margarete beichtet Faust, dass er schon bei ihrem ersten Treffen vor der Kirche bleibenden Eindruck bei ihr hinterlassen habe.

Margarete fühlt sich ein bisschen überfordert und flieht daraufhin ins Gartenhäuschen. Mephisto und Marthe beobachten das Geschehen aus der Distanz, wobei Mephisto der Meinung ist, Faust und Margarete seien füreinander bestimmt. Schlüsselszenen und Deutungsansätze Das erste richtige Treffen zwischen Faust und Margarete Marthe versucht aktiv, den Teufel zu verführen und steht dabei in krassem Kontrast zu Margarete, die eher als passiv schüchtern vor Faust auftritt. Dabei muss sich Mephisto alle Mühe geben, den Flirtversuchen der Gastgeberin auszuweichen.

Sie ist für ihre 14 Jahre schon sehr selbstständig und erwachsen. Dieser ist aber nicht zu einer richtigen Antwort fähig, sondern antwortet mit indirekten Phrasen. Faust und Margarete geben sich im Gartenhäuschen ihrer Liebe hin und küssen sich. Plötzlich unterbricht Mephisto die beiden und möchte mit Faust den Garten verlassen. Die beiden verabschieden sich von den Damen, auch weil Mephisto Fausts und Margaretes Zweisamkeit gestört hatte. Nach dem Abgang der beiden rätselt Margarete darüber, was Faust wohl an ihr so anziehend findet.

Schlüsselszenen und Deutungsansätze Die Liebesszene zwischen Faust und Margarete Im Gartenhäuschen kommt es zu der einzigen Liebesszene zwischen Faust und Margarete. Dabei reizt Margarete Faust, indem sie vor ihm flüchtet, um ihn auf spielerische Weise ins Gartenhäuschen zu locken.

Dieses erotische Spiel gefällt Faust. Außerdem weist er darauf hin, dass Margarete voller Liebe auf warten würde. Nach dem Kuss hat sich im Wald in eine Höhle zurückgezogen.

Dort dankt er dem Erdgeist dafür, dass seine Wer ist schuld an Gretchens Schicksal? zur Natur neu entfacht wurde und er sich nicht mehr so distanziert Wer ist schuld an Gretchens Schicksal?

Wissenschaftler mit ihr beschäftigen muss. Gleichzeitig zweifelt er aber auch an Mephisto und verflucht seine wachsende Abhängigkeit von dem Teufel. Mephisto tritt hinzu und macht sich direkt über lustig. Wer ist schuld an Gretchens Schicksal?

wirft er ihm vor, sein altes Leben als Wissenschaftler nicht komplett abgelegt zu haben. Außerdem erinnert Mephisto ihn daran, dass Margarete gerade sehnsüchtig auf ihren Liebsten warte. Faust möchte Mephisto vertreiben, gleichzeitig spürt er sein steigendes Verlangen nach dem Mädchen und merkt, wie seine Gedanken fast nur noch um sie kreisen. Er weiß ganz genau, dass seine Liebe Margarete zugrunde richten wird, entscheidet sich aber letztlich, seinem Verlangen nachzugehen.

Schlüsselszenen und Deutungsansätze Fausts endgültige Entscheidung Faust freut sich über die neu entfachte Verbindung zur Natur, von der der Erdgeist im Studierzimmer gesprochen hatte. Diesen Genuss hat er höchstwahrscheinlich seiner Liebe gegenüber Gretchen zu verdanken. Gleichzeitig verflucht er seine wachsende Abhängigkeit von Mephisto. Gleichzeitig steigt sein sexuelles Verlangen nach Margarete.

Mephisto greift in diesen Kampf ein, indem er Faust als Wissenschaftler verspottet und von Margaretes Sehnsucht nach Faust erzählt. Letzten Endes entscheidet er sich aber für die Rückkehr zu ihr.

Diese Entscheidung begründet er mit dem schon unvermeidlichen Untergang. Margarete sitzt am Spinnrad und sinniert über die Unruhe in ihrem Herzen.

Alle ihre Gedanken kreisen nur noch um Faust und sie möchte sich ihm vollkommen hingeben. Sie möchte ihn umarmen und küssen, bis sie daran vergehen soll. Außerdem äußert sie ihm gegenüber ihre Abneigung gegen Mephisto. Die Mutter könnte die beiden Liebenden hören. Die beiden Verliebten treffen sich wieder in Marthens Garten, wo Margarete über dessen Gedanken zur Religion befragt.

Er antwortet ausweichend und meint, dass er nichts mit der traditionellen Religion anfangen kann. Jedoch gibt er keine eindeutige Aussage, da er merkt, wie wichtig Margarete der Glaube ist. Margarete akzeptiert zwar bis zu einem gewissen Grad seine Antwort, gleichzeitig äußert sie sich aber auch über Fausts Begleiter Mephistoder ihr unangenehm ist und auch irgendwo Angst macht.

Gemeinsam möchten sie sich ihrer Liebe hingeben, Margarete hat jedoch noch Bedenken, da sie mit ihrer Mutter zusammenlebt und Angst davor hat von ihr in flagranti erwischt zu werden. Daraufhin überreicht ihr einen Schlaftrank, von dem Margarete ein paar Tropfen der Mutter einflößen soll, damit sie die Liebenden nicht bemerkt.

Der Trank stammt von Mephisto und die Mutter stirbt daran. Faust und Margarete verbringen die Nacht zusammen. Schlüsselszenen und Deutungsansätze Die Gretchenfrage Da sie schon befürchtet, dass Faust nicht religiös ist, fragt ihn Margarete direkt über seinen Glauben aus Gretchenfrage.

Margarete will sich dadurch Sicherheit verschaffen, da ihre Hingabe zu Faust eine mögliche Vermählung nach sich ziehen würde. Faust weicht aber der Frage aus, indem er eine vage Antwort gibt — Glaube sei für ihn als Wissenschaftler suspekt und unbedeutend. Margarete kann in Faust keinen Christen erkennen und gibt sich vorerst mit seiner Antwort ab. Dieser ist ihr suspekt und unheimlich.

Da Faust dessen wahre Identität verschleiern möchte, tut Wer ist schuld an Gretchens Schicksal? ihre Angst als Lappalie ab. Um die Mutter ahnungslos zu lassen, übergibt Faust Margarete einen Schlaftrunk der von Mephisto stammtden sie ihr verabreichen soll. Beide wissen jedoch nicht, dass es sich dabei um Gift handelt, an dem die Mutter sterben wird. Beim Wasserholen trifft Gretchen auf ihre Freundin Lieschen.

Diese hat neuen Klatsch und erzählt Gretchen von der gemeinsamen Bekannten Bärbelchen. Bärbelchen wurde von einem Mann geschwängert, der sie daraufhin verlassen hatte. Gretchen ist von dieser Entwicklung geschockt und bekundet ihr Mitleid mit Wer ist schuld an Gretchens Schicksal? Armen. Lieschen stoppt sie jedoch und schimpft auf Bärbelchen. Diese habe sich ihr Schicksal selbst zuzuschreiben, da sie ungeniert auf das Werben und die Geschenke des Mannes eingegangen sei.

Auf dem Heimweg bereut Gretchen, dass sie in der Vergangenheit solche Mädchen verurteilt habe und nun selbst zu einer Sünderin geworden ist. Schlüsselszenen und Deutungsansätze Margaretes Verwandlung in Gretchen Margarete wird nach der gemeinsamen Nacht mit von Goethe nur noch als Gretchen bezeichnet.

Dies soll ihre Naivität und auch ihren Sündenfall verdeutlichen, da sie sich auf Faust eingelassen hatte. Gretchen erfährt von einer Bekannten, die von ihrem Freund geschwängert und dann verlassen wurde.

Die anderen Mädchen lästern nun über sie, Gretchen hat aber Mitleid. Dies kommt daher, dass sich Gretchen mit der Alleingelassenen identifiziert und Angst hat, dass ihr das gleiche Schicksal blüht. Gleichzeitig nimmt sie aber in Schutz, anstelle ihn zu verfluchen.

Wer ist schuld an Gretchens Schicksal?

In der Mauerhöhle betet Gretchen an einem Wer ist schuld an Gretchens Schicksal? der Mater dolorosa Darstellung der Mutter Jesu in ihrer Trauer über den Sohn um Vergebung. Sie soll Gretchen vor Schmach und sogar dem Tod beschützen, da sie ja aufgrund der Kreuzigung ihres Sohnes Jesus, Gretchens Leid nachvollziehen könne.

Faust 1, Szene 19: Nacht. Den Täter möchte er mit dem Tod bestrafen. Beide fliehen vor dem drohenden Blutbann Todesstrafe aus der Stadt.

Valentin, Soldat und älterer Bruder von Gretchen, hat durch Gerüchte von den unehelichen Liebeleien seiner Schwester erfahren. Er ist wütend auf sie, da sie einst sein ganzer Stolz war und wartet vor ihrer Haustür auf den Mann, der sie geschwängert haben soll. Er ist fest entschlossen, den Täter mit dem Tod zu bestrafen. Faust und Mephisto nähern sich dem Haus von Gretchen und besprechen, wie sie den Kirchenschatz stehlen sollen.

Dabei erhofft sich Faust neue teure Geschenke für seine Angebetete. Mephisto bietet an, Gretchen auf eine Wer ist schuld an Gretchens Schicksal? Nacht mit Faust musikalisch einzustimmen. Dazu packt er seine Zither aus und fängt an zu singen. Plötzlich tritt Valentin aus der Dunkelheit hervor und zerschlägt die Zither in Mephistos Hand. Er fordert Faust zum Fechtduell heraus und die beiden kämpfen gegeneinander.

Plötzlich erlahmt Valentin zu seinem eigenen Schreck die Hand verursacht durch den Teufel und Mephisto stachelt Faust an, zuzustechen.

Faust ersticht Gretchens Bruder und muss mit Mephisto vor dem drohenden Blutbann Hochgerichtsbarkeit — Todesstrafe aus der Stadt fliehen. Währenddessen sind einige der Bürger durch den verursachten Lärm herbeigeeilt — so auch Gretchen.

Sie ist ganz aufgelöst über den sterbenden Bruder, doch Valentin nutzt seine letzten Minuten, um Gretchen der Unzucht zu beschuldigen und sie vor aller Augen als Hure zu beleidigen.

Er stirbt nach eigener Aussage durch ihre Schuld, aber ehrenvoll als Soldat. Schlüsselszenen und Deutungsansätze Gretchens Demütigung Gretchens Bruder Valentin ist nach dem Tod der Mutter für seine Schwester verantwortlich. Er ist Soldat und steht dem Spott seiner Kameraden gegenüber, da Gretchens Affäre als Gesprächsthema mittlerweile bis an ihn herangekommen ist.

Im Kampf mit Faust wird er aber durch die Hilfe Mephistos von diesem tödlich verwundet. In der Domkirche nimmt Gretchen an einem Gottesdienst teil. Ein böser Geist erscheint hinter ihr und beschuldigt das Mädchen der Sünde.

Sie habe den Tod der eigenen Mutter und des Bruders herbeigeführt und ihre Unschuld aus Kindheitstagen dadurch komplett verloren. Außerdem bestätigt der böse Geist ihre Vermutung, schwanger zu sein.

Liste geflügelter Worte/H

Gretchen wird das alles zu viel und sie fällt in Ohnmacht. Schlüsselszenen und Deutungsansätze Gretchens Verurteilung Der böse Geist erinnert Gretchen während des Gottesdienstes an ihre dreifache Schuld. Sie sei am Tod der Mutter und des Bruders schuld und auch noch unverheiratet schwanger. Damit treibt er das Mädchen in den Wahnsinn. In dem Lied geht es um das Jüngste Gericht und es werden bedrohliche Verse gesungen, die Gretchen auf sich bezieht.

Die Kirche kennt keine Erlösung für die Sünderin, die bisher immer streng gläubig gelebt hat. Plötzlich wird Faust von einer Vision um Gretchens tödliches Schicksal heimgesucht. Faust und Mephisto befinden sich tief im Harzgebirge, wo während der Walpurgisnacht ein Hexensabbat festartiges Treffen von Hexen stattfinden soll. Mephisto möchte Faust hinführen und auf dem Blocksberg geraten sie zunächst in eine Windsbraut große Ansammlung von Hexendie auf dem Weg zum Gipfel ist.

Dort wird die Anwesenheit des Teufels höchstpersönlich erwartet. Faust ist neugierig und möchte sich der Prozession anschließen.

Mephisto lenkt seine Aufmerksamkeit aber auf einen Hexentanz und überredet ihn mit dem Argument, dort als Kuppler für Faust aufzutreten. Die beiden ergehen sich im Tanz mit zwei Hexen und singen dabei anzügliche Lieder.

Plötzlich wird Faust von einer Vision heimgesucht. Ein rotes Mäuschen springt seiner Tanzpartnerin aus dem Mund und ein blasses Kind, das ihn an Gretchen erinnert, erscheint vor seinen Augen. Das Kind mit toten Augen trägt ein rotes Schnürchen um den Hals, was eine Vorausdeutung auf Gretchens Hinrichtung sein soll. Zur Ablenkung führt Mephisto Faust zu einer Bühne, auf der ein Theaterstück aufgeführt werden soll.

Schlüsselszenen und Deutungsansätze Der Hexensabbat Die Walpurgisnacht ist die längste Szene der und soll bildhaft Fausts triebhaftes Innenleben darstellen. Dabei wird Faust von Mephisto mit Sinnlichkeit und Sexualität gelockt. Die Trödelhexe erinnert Faust an Margarete, indem sie Gegenstände anbietet, die eine fatale Rolle in Margaretes Leben gespielt haben. Dabei ergehen sich beide im Tanz mit zwei Hexen.

Faust tanzt mit der jüngeren, während Mephisto sich mit einer alten Hexe gesellt — diese Paare parodieren die Gartenszene, in der Mephisto mit Marthe und Faust mit Gretchen zusammen waren. Dabei spürt Faust eine sexuelle Anregung im Bezug auf die Brüste der Hexe. Die goldene Hochzeit des Elfenkönigpaares Oberon und Titania steht an.

Dabei treten Wer ist schuld an Gretchens Schicksal? möglichen Figuren auf, die eine Anspielung auf zeitgenössische Personen darstellen sollen z. Schlüsselszenen und Deutungsansätze Das Stück im Stück als retardierendes Moment In dem Stück im Stück dominieren Künstler das Geschehen. Die Szene gilt als Intermezzo, Wer ist schuld an Gretchens Schicksal?

Faust eigentlich zu Gretchen zurückkehren sollte, um die Katastrophe zu verhindern. Stattdessen verweilt er jedoch mit Mephisto am Theater und schaut sich das Schauspiel an. Faust 1, Szene 23: Trüber Tag. Die Handlung setzt mit einem Streitgespräch zwischen Faust und Mephisto wieder ein. Faust macht Mephisto große Vorwürfe, ihn über den weiteren Verlauf von Gretchens Schicksal im Dunkeln gelassen zu haben.

Er ist außer sich, da Gretchen gefangengenommen und zum Tode verurteilt wurde. Mephisto lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und kontert die Anschuldigungen Fausts damit, dass nicht er, sondern Faust selbst den Untergang des Mädchens herbeigeführt habe. Er — Mephisto — habe nur Anweisungen ausgeführt.

Faust befiehlt dem Teufel, Gretchen zu befreien, was Mephisto aber leider nicht bewerkstelligen kann. Er erinnert Faust auch an den noch herrschenden Blutbann in der Stadt — dieser ist aber entschlossen, Gretchen aus dem Kerker zu befreien. Mephisto bietet Wer ist schuld an Gretchens Schicksal?

an, den Wächter einzuschläfern und Zauberpferde zur Flucht bereit zu stellen.

Wer ist schuld an Gretchens Schicksal?

Zusammen brechen sie zur Rettung Gretchens auf. Schlüsselszenen und Deutungsansätze Fausts schlechtes Gewissen Dies ist die einzige in verfasste Szene in dem. Dadurch soll Fausts Verzweiflung und seine Erregung verdeutlicht werden. Goethe lässt hier seinen Protagonisten nach Manier der Stürmer und Dränger Literaturepoche handeln - seine Aussagen sind geprägt von einem starken Pathos und Fausts Emotionalität. Erbärmlich auf der Erde lange verirrt und nun gefangen!

Als Missetäterin im Kerker zu entsetzlichen Qualen eingesperrt das holde unselige Geschöpf! Er kontert Fausts Anschuldigungen und trifft ihn damit kalt. Faust kann nichts mehr erwidern, jedoch zeigen die Regieanweisungen sine Reaktion.

Warum machst du Gemeinschaft mit uns, wenn du sie nicht durchführen kannst? Willst fliegen und bist vorm Schwindel nicht sicher? Drangen wir uns dir auf, oder du dich uns? Sie passieren den Rabenstein, den Platz an dem Gretchen am nächsten Tag hingerichtet werden soll. Faust bemerkt Wer ist schuld an Gretchens Schicksal? Gestalten, die um den Rabenstein versammelt sind — Mephisto nennt sie eine Hexenzunft — eine festliche Versammlung von Hexen. Die beiden lassen Gretchen zurück. Faust hat es bis zur Kerkertür von Gretchen geschafft und möchte seine Liebste befreien.

Als er eintritt, ist sie jedoch außer sich und hält Faust zunächst für einen Henker. Sie kommt wieder zu sich und ist überglücklich. Sie fällt Faust um den Hals und möchte ihn küssen. Gretchen merkt jedoch, dass Faust sich irgendwie verändert hat und nicht mehr der Mann ist, in den sie sich verliebt hatte. Der Leser erfährt, dass Gretchen in ihrem Wahn das gemeinsame Kind von ihr und Wer ist schuld an Gretchens Schicksal? ertränkt hat und nun dadurch hingerichtet werden soll.

Auch Gretchen ist sich ihrer Schuld bewusst und weigert sich, mit Faust zu fliehen. Alle Überredungsversuche von Faust nützen nichts und als dann plötzlich Mephisto hinter ihm in den Kerker tritt und die beiden zur Flucht drängt, erschrickt Gretchen und übergibt ihre Seele Gott. Sie hat ihr Schicksal akzeptiert und Faust muss ohne sie fliehen. Mephisto sagt noch, Gretchen sei gerichtet, als eine Stimme von oben Gott ihn korrigiert — Gretchen sei nun gerettet.

Der Teufel und Faust verschwinden aus dem Kerker. Gretchens Ruf nach ihrem Geliebten verhallt in der Ferne. Schlüsselszenen und Deutungsansätze Gretchens Erlösung Gretchen ist im Kerker dem Wahnsinn verfallen. Sie singt über den von ihr begangenen Kindsmord und hält Faust bei seinem Eintritt zunächst für ihren Henker, was im übertragenen Sinne stimmt, da er für ihr Schicksal verantwortlich ist. Dies bestätigt sie sich mit einem Kuss, der von Faust nicht erwidert wird. Da kann selbst Mephisto nichts mehr ausrichten und bleibt bei so einer standfesten Margarete machtlos.

Dir hab ich mich übergeben!

Contact us

Find us at the office

Panic- Copelan street no. 75, 47565 El Aaiún, Western Sahara

Give us a ring

Julionna Slaski
+31 799 837 887
Mon - Fri, 7:00-21:00

Reach out