Question: Ist Petrus über das Wasser gelaufen?

Das Motiv der „Jesus und der sinkende Petrus auf dem See“ geht auf Matthäus 14,25–31 zurück. Runge stellt die Szene auf dem See Genezareth in tiefdunkler Nacht dar. Die linke Bildhälfte zeigt das Boot der Jünger in stürmischer See mit flatterndem Segel. Christus steht auf dem Wasser.Das Motiv der „Jesus und der sinkende Petrus auf dem See“ geht auf Matthäus

Wer konnte über das Wasser gehen?

Da reckte Mose seine Hand aus über das Meer, und das Meer kam gegen Morgen wieder in sein Bett, und die Ägypter flohen ihm entgegen. So stürzte der HERR sie mitten ins Meer.

Wer hat Wasser zu Wein gemacht?

Die Hochzeit zu Kana ist eine Wundererzählung aus der Bibel, die davon berichtet, wie Jesus von Nazaret als Gast einer Hochzeitsfeier Wasser in Wein verwandelt (Joh 2,1–12).

Wie wird der See Genezareth noch genannt?

Der See Genezareth liegt im oberen Jordangraben und ist mit einer Oberfläche auf 212 Metern unter dem Meeresspiegel der am tiefsten gelegene Süßwassersee der Erde. Er ist 21 Kilometer lang und 13 Kilometer breit. Je nach Überlieferung wird er auch „Galiläisches Meer“, „See von Tiberias“ oder „Harfensee“ genannt.

Hat Gott Wasser zu Wein gemacht?

Die Hochzeit zu Kana ist eine Wundererzählung aus der Bibel, die davon berichtet, wie Jesus von Nazaret als Gast einer Hochzeitsfeier Wasser in Wein verwandelt (Joh 2,1–12).

Übers Wasser gehen können, wie Jesus — was für eine faszinierende Vorstellung! Aber selbst viele gläubige Menschen dürften damit ihre Schwierigkeiten haben.

Die Geschichte von Petrus auf dem See

Nicht umsonst kursiert der Witz, den jeder und jede so oder so ähnlich kennt: Treffen sich ein katholischer, ein evangelischer und ein jüdischer Geistlicher zu einem Gespräch über ihre Glaubensvorstellungen. Nach ernsten Debatten über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihrem Glauben beschließen sie, noch eine kleine Partie im Ruderboot zu unternehmen. Als die drei also mitten auf dem See sind, steht der Katholik auf, steigt aus dem Boot, läuft ne Runde übers Wasser, kommt zurück und setzt sich wieder!

Der Evangele wills ihm gleichtun, steigt aus — und säuft ab! Der Jude steht auf, steigt aus, dreht seine Runde und kommt trockenen Fußes wieder ins Boot. Und was ist ihre Botschaft — an mich, an Sie, an alle, die bereit sind, sich für diese Vorstellung zu öffnen? In der Bibel gibt es eine Erzählung, in deren Mittelpunkt die Aussage steht, dass Jesus über das Wasser des Sees Genezareth geht, und zwar mitten in der Nacht und bei stürmischer See. Seinen erschrockenen Glaubensanhängern, also seinen Jüngern, Ist Petrus über das Wasser gelaufen?

er dabei Mut zu. Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um für sich allein zu beten. Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und Ist Petrus über das Wasser gelaufen? geworfen; denn sie hatten Gegenwind. In der vierten Nachtwache kam er zu ihnen; er ging auf dem See. Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst. Doch sogleich sprach Jesus zu ihnen und sagte: Habt Vertrauen, ich bin Ist Petrus über das Wasser gelaufen?

fürchtet euch nicht! Petrus erwiderte ihm und sagte: Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme! Da stieg Petrus aus dem Boot und kam über das Wasser zu Jesus. Als er aber den heftigen Wind bemerkte, bekam er Angst. Und als er begann unterzugehen, schrie er: Herr, rette mich! Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind.

Übers Wasser gehen zu können bei stürmischem Seegang und mitten in der Nacht! Wie soll das bitte schön gehen?! Gibt es wirklich Menschen, die glauben, dass damals Jesus und dann auch Petrus tatsächlich über das Wasser gegangen sind? Aber nicht nur Matthäus sondern auch Markus und Johannes erzählen in ihren Evangelien von diesem Ereignis.

Wenn auch die Akzentsetzung unterschiedlich ist, so gehört Jesu Gang auf dem Wasser zu den ältesten Erzählungen über Jesus. Bei alledem meine ich aber, dass es in dieser Erzählung nicht nur um diese Frage geht, ob erst Jesus über das Wasser wie ein Gespenst daherkommt und ob er dann auch Petrus über das Wasser gehen lässt. Ich lade Sie ein, die wesentlichen Elemente dieser Erzählung: das Boot, die Nacht, den Seesturm, die hohen Wellen, das Wasser und den Gang über das Wasser nicht im physikalischen Sinn zu verstehen, sondern im übertragenen Sinn.

Dann nämlich kann diese Erzählung erkannt werden als Bild für das Leben und seine vielen schwierigen Situationen, die es zu bewältigen gilt. Und: dann kann die Erzählung jeden und jede von uns ansprechen. Denn schließlich kennen wir alle in unserem Leben stürmische Zeiten, die die Angst in uns hochkommen lassen unterzugehen; und jede und jeder hat auch schon erlebt, dass diese Angst unterzugehen gerade nachts, wo wir eigentlich schlafen wollen, Ist Petrus über das Wasser gelaufen?

Ausmaße annehmen kann. Das können die tosenden Fluten von Naturkatastrophen sein. Es können die gigantischen Wogen von Krieg und Gewalt sein, die die Menschen in Syrien, im Irak und in Afrika in den Tod zu reißen drohen. Es kann aber auch eine Erkrankung sein, die uns in die Verzweiflung treiben lässt.

Ist Petrus über das Wasser gelaufen?

Arbeitslosigkeit oder Einsamkeit, die mich überschwemmt und in den Fluten der Mutlosigkeit mitreißt. Der Verlust des Partners, der Tod des Kindes, das Sterben von Vater und Mutter können mein Lebensboot zum Kentern bringen.

Und ja, es können auch neue, ungeahnte Aufgaben und Herausforderungen sein, die Unsicherheit hervorrufen angesichts der großen Wellen, die nun zu bezwingen sind: Schaffe ich all das Neue, schaffe ich das so, dass all die anderen Dinge meines Lebens dabei nicht unter´s Wasser gedrückt werden: die Zeit für Freunde, Hobbies, Sport, für Muße und Gelassenheit, aber auch der Blick für das Neue, das Fremde, für die Not um mich herum?

Gerade jetzt zu Beginn des neuen Jahres kann es sein, dass Sie und ich vor einer völlig neuen Situation stehen und nicht wissen, wie damit umzugehen ist. Dunkle Stunden, dunkle Tage, Ist Petrus über das Wasser gelaufen?

Wochen, Monate und Jahre können sich breit machen. Und genau in solchen Lebenssituationen kann es hilfreich sein, sich an diese Erzählung zu erinnern, in der Jesus mitten im Sturm und mitten in der dunklen Nacht über das Wasser zu Petrus kommt und ihn — ebenfalls mitten im Sturm und mitten in Ist Petrus über das Wasser gelaufen?

dunklen Nacht — über das Wasser gehen lässt. Denn mitten in den Stürmen des Lebens geht uns oft das Vertrauen verloren und die Angst schnürt uns den Atem und den Lebensmut ab. Ja, mehr noch: Angst macht mich so eng, dass ich Hilfe schwer erkenne und Helfer als angsteinflößende Gespenster erleben kann. Nichts und niemand scheint uns helfen zu können, uns aus dieser Situation befreien zu können. Kein Wunder, dass sich bei uns deshalb Angst breit macht — pure Angst, die wir am liebsten genauso herausschreien würden wie es die Jünger in unserer Erzählung getan haben.

Diese — manchmal alles überflutende — Angst muss jedoch nicht das letzte Wort haben — so die Botschaft unserer Erzählung. Denn eine Hilfe gibt es doch Ist Petrus über das Wasser gelaufen? Eines kann die drohende Katastrophe doch noch abwenden, eines kann doch noch Mut geben, eines kann doch noch zu Lösungen der unlösbaren Situation führen: das Vertrauen auf Gott. Gottvertrauen — das sagt sich Ist Petrus über das Wasser gelaufen?

leicht. Doch was ist das, das Vertrauen auf Gott? Wie kann ich Gottvertrauen gewinnen? Schauen wir wieder auf unsere Erzählung. Sie gibt uns die Antwort in dem Hinweis, dass Jesus sich zurückzieht, um in Einsamkeit und Stille zu beten. Das wird erzählt, obwohl es für die eigentliche Handlung gar nicht wichtig scheint. Man hätte doch gleich den Sturm und Jesu Gang auf dem Wasser erzählen können. Doch dieser Hinweis, dass Jesus sich zum Gebet zurückzieht, führt uns vor Augen und ins Bewusstsein: Selbst Jesus, der Gottessohn, braucht die Stille, die Entschleunigung, die Muße, das Ausruhen, um sein Leben vor Gott zu bringen, um sich bereit zu machen, um sich zu öffnen für Gott und seine Hilfe aus der Bedrohung des Lebens, um sich selbst fähig zu machen, auf Gott und sein lebenshelfendes Wort zu hören.

Es ist kein Gespenst, das auf Dich zukommt, sondern Ich bin es! Allerdings hilft uns Gott nicht ohne unser Zutun. Wir müssen schon auch unseren Beitrag dazu leisten: Wir müssen diesem helfenden Zuruf Gottes antworten! Einfach anders, als wir es uns vorstellen. Und dadurch klingt Gottes helfender Zuruf und sein Lösungsangebot erst einmal fremd, ungewöhnlich, ja vielleicht sogar unmöglich.

Auf einmal haben Sie eine neue Idee oder Ihnen begegnet ein Mensch mit einem ungewöhnlichen Rat oder Sie wissen auf einmal ganz sicher, was zu tun ist. Doch Achtung: Auch wenn Sie hören und tun, was Gott Ihnen sagt, sind die Schwierigkeiten nicht einfach gleich verschwunden. Sie bleiben, aber Sie finden Mittel und Wege, mit ihnen so umzugehen, dass Sie die Schwierigkeiten in den Griff bekommen und nicht umgekehrt die Schwierigkeiten Sie in den Griff Ist Petrus über das Wasser gelaufen?

oder gar im Griff halten. Beachten Sie nicht zuerst die Schwierigkeiten, sondern nehmen Sie diese immer nur zusammen mit dem Blick auf Gott in Augenschein! Und ein Zweites: Achten Sie auch nicht auf die anderen. Die sitzen abgekämpft im Boot, schlagen die Hände vor die Augen und schütteln den Kopf über Sie. Sie tun so, als wären sie die Vernünftigen und Klugen. In Wirklichkeit sind sie mit ihrem Kleinglauben im Boot mehr gefährdet, als Sie mit Ihrem Vertrauen zu Gott auf dem Wasser.

Sehen Sie auf Gott, vertrauen Sie ihm und gehen Sie Schritt für Schritt weiter! Schließlich noch ein Drittes: Auch wenn Sie zwischendrin doch Gott aus dem Blick verlieren, wenn Ihnen Wind und Wellen doch so sehr zusetzen, dass Sie tatsächlich Gott aus dem Blick verlieren, dann ist dennoch nicht schon einfach alles vorbei.

Ist Petrus über das Wasser gelaufen?

Denn das ist auch in unserer Erzählung passiert. Petrus, den Jesus auf sein Gottvertrauen hin über das Wasser gehen lässt, sieht mitten im Gehen weg von Jesus und konzentriert sich ganz auf die Wellen und den Wind. Er beginnt — wie sollte es anders sein — zu versinken, zu versinken im Meer der Angst, der Sorgen und der Not. Die Angst gewinnt doch wieder die Oberhand über das Vertrauen!

Wir haben mehr Respekt vor Wind und Wellen als vor der schützenden Macht Gottes. Das kommt immer wieder vor; das gehört zum Leben und zum Glauben dazu — es ist aber — Gott Lob — nicht das Ende. Es ist nicht das Ende — unter einer Bedingung: dass wir wieder von Neuem beginnen, das Vertrauen zu wagen und einüben, zu vertrauen.

Denn Petrus sieht Ist Petrus über das Wasser gelaufen? zu Jesus, schreit um Hilfe und Jesus packt ihn bei der Hand und rettet ihn. Gemeinsam gehen sie dann über das Wasser der Angst, der Sorgen und der Not zurück zum Boot und der Sturm legt sich. Die redaktionelle Verantwortung hat Martin Korden. Dieser Beitrag wurde am 06.

Ist Petrus über das Wasser gelaufen?

Ihre Forschungsschwerpunkte sind das Verhältnis von Theologie und Recht, Beteiligungsstrukturen in der Kirche und die Ökumene. Sie tritt für eine lebensnahe Auslegung der kirchlichen Gesetze ein und will aufzeigen, wie Recht in der Kirche zu Frieden und Freiheit beitragen kann.

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