Question: Für was steht das Christentum?

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Das Christentum ist die größte Religion der Welt: Über zwei Milliarden Christen glauben an einen Gott, der die Welt erschaffen hat, und an die Lehren des Predigers Jesus Christus. Er hat vor rund 2000 Jahren in Palästina gelebt. Die Anhänger des Christentums glauben, dass er der Sohn Gottes ist.

Ein Blick auf Bibel und Koran offenbart dabei überraschende Parallelen. Deshalb kann es für Christen und Muslime sogar bereichernd sein, die heilige Schrift der jeweils anderen Religion kennenzulernen. Und sie soll keine Furcht überkommen, noch sollen sie traurig sein. Vergleichbare Für was steht das Christentum?

finden sich überall in beiden Heiligen Schriften. Bibel und Koran haben große Bedeutung — nicht nur für ihre eigene Religion. Tatsächlich lassen sich in beiden Büchern überraschend viele inhaltliche Parallelen ausmachen: Es geht um Gott als den Schöpfer und Richter der Welt, um die Begegnung von Menschen mit Gott, aber auch um Sünde, Verfehlung und eine Für was steht das Christentum?.

Doch nicht nur die Grundthemen und Fragestellungen sind in Bibel und Koran ähnlich — in beiden Büchern finden sich auch dieselben Figuren wieder, wie beispielsweise Adam, Abraham IbrahimMose Musa aber auch Maria Maryam und.

Selbst einzelne Erzählungen ähneln sich teilweise bis ins kleinste Detail. So findet sich beispielsweise die Erzählung über Josef und seine Brüder, die ihn in einem Brunnen ertränken wollen, im Alten Testament und in Sure 12. Dafür gibt es bei anderen Berichten deutliche und pointierte Unterschiede, etwa bei Jesus, der laut Koran zwar ohne biologischen Vater geboren wird, aber nicht am Kreuz gestorben ist. Muslime haben ein anderes Bild der Bibel Unterschiede gibt es derweil vor allem in der Entstehung der Schriften.

Glaubensbekenntnis im Christentum

Über Jahrhunderte hinweg werden die Geschichten des Alten Testaments mündlich überliefert, bis sie zunächst auf Schriftrollen festgehalten werden. Das Christentum übernimmt diese als und ergänzte im Wesentlichen das Neue Testament. Dieses besteht aus den Evangelien, in denen überlieferte Geschichten und Zitate Jesu zu Narrativen komponiert werden.

Für was steht das Christentum?

Dazu kommen die Apostelgeschichte, Apostelbriefe sowie die Offenbarung des Johannes. Letztlich wird der nach katholischer Zählweise aus 73 Büchern bestehende Kanon dabei aus ganz unterschiedlichen literarischen Texten zusammengestellt, die im Laufe der Jahrhunderte durch Gott inspiriert und beeinflusst von vielen verschiedenen Menschen geschrieben wurden.

Muslime dagegen haben ein anderes Bild der Bibel: Nach ihrem Verständnis gehen Tora, Bibel und Koran alle auf eine göttliche Ur-Schrift zurück, von der Gott durch ausgewählte Propheten wie Mose, Jesus und Mohammed zu Für was steht das Christentum?

Zeiten originalgetreue Kopien an einzelne Völker gesandt hat. Aber sie führen nur sich selbst in die Irre, ohne es zu merken. Warum verleugnet ihr Allahs Zeichen, wo ihr doch selbst Zeugen seid? Bild: © Nach islamischem Verständnis hat der Koran als letzte göttliche Offenbarung die Bibel abgelöst.

Beide Bücher sind Teil einer göttlichen Ur-Schrift. Der Auftrag Gottes an Mohammed ist es daher, die in Für was steht das Christentum? Augen erfolgte Fehlinterpretation Für was steht das Christentum? Bibel zu korrigieren und sie durch eine letzte und ewiggültige Offenbarung abzulösen. Dabei ist Gott nicht zimperlich: Immer wieder zieht sich Mohammed in eine Höhle im Berg Hira in der Nähe von Mekka zurück, um dort zu meditieren.

Im Jahre 610 nach Christus hat er während einer solchen Einkehr sein erstes Offenbarungserlebnis. Nach dieser für ihn erschreckenden Begegnung hört er wieder die furchteinflößende Stimme des Erzengels, die ihm aufträgt, die göttliche Offenbarung vorzutragen und Mohammed beginnt als Prediger aufzutreten. Koran hat Wundercharakter Bis zu seinem Tod 632 erscheint Mohammed immer wieder der Erzengel Gabriel, der ihm den gesamten Koran übersetzt: Lesung, Vortrag, Rezitation übergibt. Mohammed lernt jeden dieser Verse auswendig und gibt sie sofort Wort für Wort an seine Anhänger weiter.

Nach seinem Tod werden die Aussagen von seinem Sekretär Zaid ibn Thabit niedergeschrieben, kanonisiert und in 114 Suren gefasst, die — mit Ausnahme der ersten Sure — ihrer Länge nach sortiert sind und jeweils mit einer Anrufung Gottes, der sogenannten Basmala, Für was steht das Christentum? Beginn versehen sind. Hierin liegt ein gewichtiger Unterschied zum christlichen Verständnis der Bibel. Das hat auch Konsequenzen für den Umgang mit den Schriften: Während die meisten christlichen Konfessionen ein unproblematisches Verhältnis zur historisch-kritischen Bibelforschung haben, ist das aus der Sicht der meisten muslimischen Gemeinschaften für den Koran kaum denkbar.

Die Auslegung der Suren hat dagegen in den meisten Glaubensrichtungen eine reiche Tradition. Darüber hinaus ist der Koran die wichtigste wenn auch nicht größte Quelle des islamischen Religionsgesetzes, der Scharia. Sie regelt nahezu alle Bereiche des Alltags und macht den. Im Gegensatz dazu liefert die Bibel lediglich eine Richtschnur für das gottbewusste Verhalten der Menschen. In der Perfektion und Vollkommenheit der Sprache liegt der Wundercharakter des Koran, denn als Analphabet kann Mohammed nach islamischem Verständnis den Koran nicht selbst verfasst haben, und der Text muss damit aus einer göttlichen Quelle stammen.

Für was steht das Christentum?

Ob Mohammed tatsächlich nicht lesen oder schreiben konnte, ist in der Forschung allerdings umstritten. Gemeint sein könne aber, dass er die Schriften nicht lesen konnte, also kein Griechisch, Aramäisch oder Hebräisch beherrscht hat, erklärt er.

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Die eigentliche Analogie ist damit nicht zwischen Koran und Bibel, sondern zwischen Koran und Jesus zu ziehen. Aufgrund des Wundercharakters ist dem einzelnen arabischen Buchexemplar daher mit äußerstem Respekt und Verehrung zu begegnen, während eine einzelne Bibel im Christentum keine besondere Verehrung erfährt.

Es geht im Christentum eher um das Wort an sich als seine Verkörperung in Buchform. Zur besonderen Koran-Wertschätzung gehört auch dessen Idiom: Alt-Arabisch als originale Sprache des Koran wird als heilige Sprache Gottes angesehen.

Übersetzungen des Korans wurden daher lange Zeit abgelehnt, denn sie stellen ja bereits Interpretationen dar. Wer etwas auf sich hält, zitiert den Koran deshalb auf Arabisch.

Das sorgt heute teilweise jedoch für Probleme im Verständnis. Mit dem Selbstverständnis, eine originalgetreue Kopie der bei Gott bewahrten Ur-Schrift zu sein, steht der Koran im Zentrum des muslimischen Glaubens. Die eigentliche Analogie ist damit nicht zwischen Koran und Bibel zu ziehen, sondern zwischen dem Koran und Für was steht das Christentum?, der im Zentrum des christlichen Glaubens steht. Die eigentliche Botschaft, das Zentrum des Glaubens, ist der Koran als direkte Offenbarung Gottes und erste Quelle für Theologie, Recht und Glaubensleben der Muslime.

Im Christentum dagegen ist Jesus Christus Inhalt der Botschaft und Zentrum des Glaubens. Sinnvoll, die Schrift der anderen zu lesen Das drückt sich auch in der inhaltlichen Form der beiden Bücher aus: Die Bibel besteht aus Für was steht das Christentum?

Geschichten, Anekdoten und Zitaten, die besonders beinahe ausschließlich dazu diesen, die Botschaft Jesu zu übermitteln und ihn als Erfüllung des Alten Bundes darzustellen. Der Koran dagegen ist keine zusammenhängende Erzählung, sondern eine Reihung von Offenbarungen, die Geschichten einzelner Protagonisten finden sich teilweise verstreut in verschiedenen Suren.

Das macht den Koran deutlich schwerer lesbar. Zu seiner Entstehungszeit hatte diese Form allerdings ihre Berechtigung: Denn die Leser der Zeit kannten die Bibel bereits, die Auszüge aus einzelnen Geschichten dienen also nur der Vermittlung einer Botschaft, der Offenbarung Gottes.

Deshalb ist es sowohl für Christen als auch für Muslime sinnvoll, sich ebenfalls mit der Schrift der jeweils anderen Religion auseinanderzusetzen. Das schreibt auch der Schweizer katholische Theologe und Islamwissenschaftler Samuel Behloul in einem des Zürcher Instituts Für was steht das Christentum?

interreligiösen Dialog. Durch ein Verständnis der zahlreichen Bezugnahmen und der Beschäftigung des Koran mit der Bibel als Vorgänger lasse sich der Koran nicht als gänzlich fremder Text betrachten, sondern als Zeugnis von Glaubenserfahrungen und Ergebnis der Auseinandersetzung mit den gleichen Fragen der gott-menschlichen Beziehungen, die auch für die Menschen der Bibel zentral waren, so Behloul.

Wenn also beispielsweise in Sure 57 von Menschen mit Fackeln die Rede ist, wird die Anspielung auf das Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen Mt 25,1-13 nur dann deutlich, wenn man sich mit dem Bibeltext auseinandergesetzt hat. Deshalb ist es auch für Muslime sinnvoll, die biblischen Texte zu kennen und damit auch die feinen Andeutungen zu verstehen, die im Koran stecken, sagt Schmitz.

So kann die Lektüre der Heiligen Schrift der anderen Religion für Christen und Muslime auch zu einem tieferen Verständnis der eigenen Heiligen Schrift führen.

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