Question: Was ist eine pädagogische Beziehungsgestaltung?

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Beziehung und Beziehungsgestaltung sind als zentrale Elemente der pädagogischen Arbeit erkannt. Für die pädagogischen Fachkräfte heißt es daher, die wichtige Erzieher-Kind- Beziehung aufzubauen und kontinuierlich zu pflegen.

Heute sitzen Kinder nachmittags am Computer oder Fernseher und brauchen die Schule für Dinge, die ihnen die Welt immer weniger bietet: Bewegung, Begegnung, soziale Gemeinschaft und sinnliche Erfahrung. Neben gesetzlichen und finanziellen Grundlagen verändern sich auch die Erfordernisse von Kindern und Eltern. Wie bin ich auf das Thema gekommen?

Die Kolleginnen verdrehen die Augen, weil M. Die Disco läuft am Abend brillant, alle Kinder haben ihren Spaß. Ich erwidere, dass wir nur eine Angel haben.

Er lacht, und wir unterhalten uns über Angeln, Fische und andere Dinge. Ich scheine eine lange Zeit die einzige zu sein, die bemerkt, dass O. Er wurde nach mehreren Ermahnungen in den Werkraum geschickt, damit er dort im Stehen seinen Teller leer isst. Lesen üben ist bei uns im Hort bisher Aufgabe der Eltern.

Viele Eltern schaffen dies jedoch nicht mehr. Ich habe vorgeschlagen, dass wir dieses im Rahmen der Hausaufgabenbetreuung übernehmen sollten, damit die Kinder nicht den Anschluss in der Schule verlieren. Was sollen wir denn noch alles tun? Was sollen wir denn noch alles tun? In meinem ersten Praktikum wurde im Reflexionsgespräch von meiner Anleiterin die Verhaltensänderung eines schwierigen Kindes auf meine Art, mit ihm umzugehen, zurückgeführt.

Sie haben den Eindruck, dass die Kinder sie persönlich mit diesem Verhalten ärgern wollen. Wenn man einfühlsam mit den Kindern umgeht, können sie negativ bewertete Verhaltensweisen ablegen, die ihnen zugeschrieben werden. Man muss Was ist eine pädagogische Beziehungsgestaltung? Kindern auf der Beziehungsebene verständlich machen, dass sie so angenommen werden, wie sie sind. Ich habe mich schon oft gefragt, wie viel ich eigentlich in Aufnahmegesprächen erfahren möchte. Machen wir uns unsere verhaltensauffälligen Kinder nicht selbst, weil wir anscheinend alles über sie wissen und ihnen keine Chance mehr lassen könnensich anders zu verhalten?

In vielen Einrichtungen hat sich eine demokratische Umgehensweise mit den Kindern entwickelt. Die Wichtigkeit dieses demokratischen Umgangs wird auch in der Literatur immer wieder betont 1. Meinen Beobachtungen zufolge wird das demokratische Prinzip in der Praxis nicht durchgehalten, bzw. Ich bin der Meinung, dass man gerade mit den verhaltensauffälligen Kindern demokratische Regeln üben und praktizieren sollte. Obwohl sich die Kinder, das Umfeld und die gesamtgesellschaftliche Situation in den letzten Jahrzehnten sehr verändert hat, wird immer noch sehr häufig hauptsächlich gebastelt, beschäftigt, auf die Einhaltung von mehr oder weniger sinnvollen Regeln geachtet.

Um den heutigen Was ist eine pädagogische Beziehungsgestaltung? gerecht zu werden, muss sich auch die Erzieherausbildung auf die neuen Anforderungen einstellen. Ich frage mich, ob Beziehungsarbeit, d. Wobei ich betonen möchte, dass ich Bastel- und Beschäftigungsangebote als Kontaktbrücke d. Sie können so den Kindern familienergänzend das geben, was sie Zuhause oftmals nicht bekommen.

Diese Chance sollte man sich nicht entgehen lassen, denn dadurch können Verhaltensauffälligkeiten von Kindern erkannt und verändert werden. Durch die veränderten Realitäten in Familie und Gesellschaft ist es äußerst wichtig, dass die Kinder dort, wo sie sich die meiste Zeit des Tages aufhalten, nämlich in den Einrichtungen, ein stabiles Was ist eine pädagogische Beziehungsgestaltung? bekommen und Wertschätzung erhalten. Oftmals ist der alleinerziehende Elternteil oder sind beide Eltern gezwungen, ganztägig zu arbeiten.

Daher bringen die meisten dieser Kinder zumindest schon mal eine Problemlage in die Einrichtung mit: die lange Trennung von zu Hause. Zumindest findet die Integration nicht so statt, wie Eltern und Erzieher sie sich wünschen. Verhaltensauffälligkeit haben in erster Linie nicht die Kinder das Problem, sondern das Umfeld, da manche Verhaltensmuster in unserer Gesellschaft eben unerwünscht sind.

Verhalten ist ein Begriff ohne Wertung. Erst durch die Werte und Normen der Menschen erhält ein Verhalten eine Wertung. Das durchschnittliche Verhalten einer Gruppe liefert die Maßstäbe für die Definition 'richtiges' Verhalten. Einzelne Anzeichen von solchen Verhaltenauffälligkeiten sind: motorische Unruhe, Konzentrationsschwäche, Impulsivität, Reizbarkeit, geringe Frustrationstoleranz, Aggressivität. Wenn ein Kind schwierig wird, spielen so viele Faktoren zusammen, dass nie ein 'Schuldiger' oder eine ähnlich simple Erklärung gefunden werden kann.

Oftmals entstehen Verhaltensauffälligkeiten, weil Menschen gezwungen sind, in Umständen zu leben, die für sie unerträglich sind. So verstanden kann man Verhaltensauffälligkeiten von Kindern als Notsignale verstehen. Die Kinder sind nicht ohne Grund böse oder aggressiv, sondern sie wollen Aufmerksamkeit erregen 5. Was macht viele Kinder heute so schwierig? Früher ging der Vater zur Arbeit, die Mutter blieb zu Hause.

Als Kind konnte man noch relativ gefahrlos die Umwelt erkunden und mit den Nachbarn spielen. Man ging zur Schule, erhielt einen Abschluss, erlernte einen Beruf und gründete irgendwann selbst eine Familie.

Überall gab es Regeln, Werte und Normen, die das Zusammenleben regelten. Immer mehr Scheidungskinder müssen sich mit immer mehr wechselnden Bezugspersonen auseinandersetzen. Die Umwelt ist nicht mehr im Spiel zu erobern, da sie durch den Autoverkehr vielen Kindern von klein auf als Lebensbedrohung erklärt wird.

In den überall zugänglichen verschiedenen neuen Medien erfahren Kinder heute Wahrheiten, die sie kaum verarbeiten können. Auch die Umweltverschmutzung Was ist eine pädagogische Beziehungsgestaltung? seelische und körperliche Leiden bei vielen Kindern zur Folge. In Deutschland entwickelt sich die Gesellschaft dahin, dass immer weniger Menschen an dem gepriesenen Wohlstand teilhaben können.

Die Gegensätze werden größer werden. Zu welchen Konsequenzen das letztendlich führen wird, lässt sich nicht ganz voraussehen. All diese Belastungen verursachen Kindern Stress, der sich in Krankheitssymptomen niederschlägt. Stressreaktionen wie Nervosität, Unruhe und Reizbarkeit werden zum Dauerzustand.

Auch Kinder reagieren unterschiedlich auf solchen Dauerstress: Manche werden krank, andere ziehen sich in sich selbst zurück, wieder andere werden aggressiv oder sie bilden andere Verhaltensauffälligkeiten aus.

Krankheitsanzeichen oder Verhaltensauffälligkeiten, dass das Kind seine Situation nicht bewältigen kann, seine Kräfte verbraucht sind. Denn auch als Erwachsener ist man heute immer eher davon bedroht, selbst aus dem Wohlstandsboot herauszufallen, von Arbeitslosigkeit betroffen zu sein, Beziehungskrisen zu erleben usw. Wenn man selbst wenig Halt im Leben hat, wie soll man dann den Kindern Halt und Geborgenheit bieten können?

Man hat Schwierigkeiten, sich mit dem Kulturkreis ausländischer Kinder auseinanderzusetzen. Die gemeinsam mit ihnen während der Jahre, die sie in der Einrichtung leben, ein Stück ihres Lebensweges gehen.

Aufgrund meiner Beobachtungen halte ich die pädagogische Beziehung für sehr wichtig. Denn ich habe erlebt, wie Kinder aufleben, wenn man ihnen eine qualitativ gute Beziehung anbietet. Meiner Meinung nach sind die professionelle Gestaltung und die Qualität der pädagogischen Beziehung zu den Kindern und zu ihren Eltern heute sehr viel wichtiger, als die Aneinanderreihung von Beschäftigungs- und Bastelangeboten im Alltag einer Einrichtung.

Die pädagogische Beziehung Als wichtigste Grundlage der Arbeit mit Kindern sehe ich die Gestaltung der pädagogischen Beziehung. Dies mag sich banal und selbstverständlich anhören. Jedoch habe ich festgestellt, dass im beruflichen Alltag und in der schulischen Ausbildung die Grundhaltung, die meiner Meinung nach eine gute pädagogische Beziehung ausmacht, verloren geht, ihr nicht genug Beachtung geschenkt wird oder sie nicht genügend ausgebildet wird.

Diese ist durch kein Gerät, wie fortschrittlich auch immer, zu ersetzen. Wir werden die Kinder lehren müssen zu leben.

Merkmale der pädagogischen Beziehung Eine gute pädagogische Beziehung zeichnet sich für mich durch die nachstehenden Punkte aus.

In Anlehnung an Rogers und Axline werden die Was ist eine pädagogische Beziehungsgestaltung? vier Merkmale als wesentliche Bestandteile bzw.

Sie sollen den Kindern so gegenüber treten, wie sie im Augenblick sind, jedoch sollen private Probleme den Berufsalltag nicht übermäßig bestimmen. Was ist eine pädagogische Beziehungsgestaltung? werden von den Kindern leicht durchschaut, und wenn die Fassade abbröckelt, wird man leichter verletzbar.

Man darf und soll seine Gefühle zeigen, spontan auf etwas reagieren und auch Fehler zugeben. All diese Fähigkeiten sollen die Kinder in den Einrichtungen ja schließlich auch lernen.

Sie sollten in der Lage sein, dessen persönliche Wahrnehmungswelt betreten zu können. Einfühlung bedeutet auch, in jedem Augenblick empfindsam gegenüber den wechselnden Gefühlsregungen zu sein, die in einem Kind vor sich gehen.

Jedoch darf die Erzieherin nicht mit der Gefühlswelt des Kindes verschmelzen, da sie ihm dann nicht mehr kompetent als Erwachsene weiterhilft.

Zur Einfühlung gehört also auch immer ein Stück Distanz wahren. Beispiel: Wenn ein Kind erzählt, dass es zu Hause verprügelt wird und die Erzieherin Was ist eine pädagogische Beziehungsgestaltung?

mit der Gefühlswelt des Kindes verschmilzt, erlebt sie auch nur Trauer, Wut und Angst. Ohne Distanz kann sie sich aber keine Lösungsstrategien ausdenken, die dem Kind und der Familie helfen. Es geht um den Versuch, die Kinder wirklich zu verstehen. Dann wird es möglich, deren Gründe für ein bestimmtes Verhalten heraus zu bekommen. Beispiel: Bei einem langen Vortrag wird ein Kind unruhig und schnieft laufend.

Eine Erzieherin fordert es auf, sich die Nase zu putzen. Das Kind weigert sich und schaut unglücklich auf die Dozentin. Die Erzieherin beginnt, Druck auf das Kind auszuüben böse Blicke, Ermahnungen. Ich sage dem Kind, dass es rausgehen, sich dort die Nase putzen und dann wieder hereinkommen soll. Das Kind geht hinaus und kommt ohne Schnupfnase wieder.

Das Kind steckte in einer Zwickmühle. Es weiß, dass man sich die Nase putzen muss, hat aber Angst, dass es stört, wenn es dies während des Vortrages tut. Wenn man wirklich versucht, die Kinder zu verstehen, fühlen sie sich ernst genommen. Auf diese Weise erfährt das Kind, dass es jemanden gibt, der es versteht und weiß, wer es ist und wie es sich fühlt.

Ihm wird damit eine Art von Mögen und Gernhaben entgegengebracht, die keine Forderungen stellt. Kinder, die nicht genug Anerkennung bekommen, versuchen oft, diese Anerkennung über negativ bewertetes Verhalten zu bekommen. Für uns Erwachsene ist es oft schwierig, den Sinn kindlicher Verhaltensmuster zu verstehen.

Dennoch gilt es, sich damit auseinanderzusetzen, um die Verhaltensweisen nicht nur negativ zu bewerten, sondern die Motivation dafür zu erkennen. Dann kann man versuchen, die Kinder darin zu unterstützen, ihre Schwierigkeiten zu meistern und neue Fähigkeiten und Strategien zu erlernen 15. Beim Aktiven Zuhören konzentriert man sich auf das Kind. Es wird versucht, zwischen den Zeilen zu hören und die Mimik und Gestik des Kindes wahrzunehmen.

Mit eigenen Worten werden die Inhalte des Gehörten wiederholt, um zu kontrollieren, dass man es richtig verstanden hat, oder Was ist eine pädagogische Beziehungsgestaltung? dem Kind Inhalte oder Gefühle zu spiegeln. Das Kind spürt beim Aktiven Zuhören, dass es voll und ganz angenommen ist, dass es geliebt wird. Es erhält einen intensiveren Zugriff auf seine Gedanken und Gefühle. Leider ist es im hektischen Berufsalltag oft so, dass nicht richtig zugehört wird.

Auf die Frage, na wie war es in der Schule, wird oftmals keine richtige Antwort erwartet. Wer die Fähigkeit des Aktiven Zuhörens beherrscht, praktiziert automatisch Verständnis, Einfühlungsvermögen und Empathie Was ist eine pädagogische Beziehungsgestaltung?. In sozialen Was ist eine pädagogische Beziehungsgestaltung? wird meiner Meinung nach viel zu viel auf die sog. Mit Fähigkeitenorientierung ist gemeint, dass man auf die Fähigkeiten der Kinder schaut.

Es gibt keinen Menschen auf der Welt, der nichts kann. Je nachdem durch welche Brille man schaut, wird man bei einem Kind viele Defizite, Mängel und Problemlagen sehen oder man kann handwerkliches Geschick, tolle Mimik, Humor, Komik, Kraft, Energie entdecken. Wenn ein Problem in einem anderen Licht betrachtet wird, ist es oft gar kein Problem mehr.

Ich die Mutter mache mir wirklich große Sorgen. Sie machen sich wirklich sehr große Sorgen um Ihr Kind. Manchmal kann es hart sein, wenn sich die Dinge ändern. Jetzt hat Marianne einen wichtigen Schritt gemacht. Folgerungen für die Praxis Durch die Betonung der Wichtigkeit einer guten pädagogischen Erziehung wird automatisch immer das Kind im Zentrum aller Bemühungen stehen, was sich als Aussage im Leitbild vieler pädagogischer Einrichtungen findet.

Sie werden mit den Kindern lachen, weinen, streiten, sie loben usw. Sie werden den Kindern als Menschen begegnen und nicht nur eine Funktion als Aufsichts- oder Animationspersonal haben. Ausschlaggebend ist die Sichtweise, wie die Bedürfnisse des Kindes wahrgenommen und wie damit umgegangen wird. Der gute Geist, der die Arbeit einer Einrichtung prägt, ist unverzichtbar für die Qualitätssicherung. Das Kind fordert uns auf, dass wir zu ihm heruntersteigen, uns auf eine Ebene mit ihm begeben und dann versuchen, aus der Kinderperspektive das Leben zu beobachten, daran teilzuhaben und Kinderleben 'zu planen'.

Wir Erwachsene sind nicht größer, nicht klüger, nicht besser als Kinder.

Beziehungsgestaltung

Stichwort Kinder Von entscheidender Bedeutung wird der Aufbau vertrauensvoller Beziehungen im pädagogischen Alltag. Der intensive und zuverlässige Kontakt der einzelnen Erzieherin zum einzelnen Kind Bezugskind schafft die Basis für die pädagogische Arbeit. Jedes Kind fühlt sich in der Einrichtung von mindestens einer Erzieherin angenommen und ernst genommen.

Das Kind ist sich des Vertrauens der Erzieherin sicher und kann sich im geschützten Rahmen weiterentwickeln.

Besonders Kinder, die verhaltensauffällig sind, wird die gesicherte Beziehung zur Erzieherin erlauben, den ihnen vertrauten Rahmen ihrer Verhaltensauffälligkeit zu verlassen und unsicheres Terrain auszuprobieren. Die gesicherte Beziehungsebene schafft den sicheren und angstfreien Raum, den Kinder brauchen, um neue Verhaltensmuster, mit denen sie noch keine Erfahrungen gemacht haben, zu üben.

Stichwort Regeln Regeln sind immer dort notwendig, wo mehrere Menschen miteinander leben. Da auch jedes Kind ein Individuum mit seinen speziellen Bedürfnissen ist, wird es in der pädagogischen Arbeit so sein, dass die Regeln immer wieder auf ihre Sinnhaftigkeit überprüft werden müssen. Denn mit neuen Kindern werden auch neue Regeln nötig.

Vereinbarungen, die vor fünf Jahren sinnvoll waren, können heute sinnlos sein. Die Kinder erleben, dass ihre Bedürfnisse ernst genommen werden, wenn sie Regeln mitgestalten können. Einsichtige und logische Regeln sind für Kinder und für Was ist eine pädagogische Beziehungsgestaltung? besser zu befolgen, als irgendein abstrakter Regelkatalog, insbesondere, wenn sie gemeinsam erarbeitet werden. Regeln werden als Hilfen verstanden, eine sinnvolle Struktur für das gemeinsame Handeln zu ermöglichen.

Um die Sinnhaftigkeit der Regeln zu unterstreichen, werden die Konsequenzen aus Regelverletzungen immer im inhaltlichen Zusammenhang stehen. Abwaschen oder Fegen als Standardstrafe Was ist eine pädagogische Beziehungsgestaltung? nur dazu, diese Tätigkeiten als Strafarbeit zu erleben und nicht als sinnvolle Handlungen, einen Haushalt zu organisieren.

Gleichzeitig bekommt die Person, die meistens diese Arbeiten macht, das Image eines Dauerbestraften oder Strafgefangenen. Gerade in der Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern haben Regeln eine wichtige Bedeutung. Sie schaffen Sicherheit und setzen Grenzen. Kinder erkennen, wie sie sich in Was ist eine pädagogische Beziehungsgestaltung? gesetzten Rahmen zu verhalten haben. Dennoch ist es auch möglich, Regeln mal außer Kraft zu setzen.

Denn dadurch wird deutlich, dass Regeln verhandelbar sind und nicht ein festgemeißeltes Gesetz, welches Was ist eine pädagogische Beziehungsgestaltung? und ewig gilt. Sie werden die Gründe für die Ausnahme einsehen und akzeptieren. Diese Erkenntnisse können aber nur dann so positiv gemacht werden, wenn erlebt wird, dass die Erzieherin gerecht ist. Stimmt Was ist eine pädagogische Beziehungsgestaltung?

pädagogische Beziehung nicht, wird die Gewährung von Ausnahmen nur als Willkür und undurchschaubare Handlung ungerechter Erwachsener verstanden werden. Stichwort Gewalt Vertrauensvolle Beziehung heißt nicht, dass die Erzieherin alles duldet. Im Bezug auf Gewalt wird die Erzieherin deutlich machen, dass sie Gewalt ablehnt. Sie wird jedoch versuchen, die Motivation zur Gewaltanwendung zu erkennen. Das Kind erlebt, dass es nicht vorschnell verurteilt wird, und es erkennt, dass es als Mensch angenommen ist, obwohl manche seiner Handlungen inakzeptabel sind.

Die Erzieherin und das Kind werden gemeinsam versuchen, Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln. Sie werden funktionale Alternativen suchen, die das unerwünschte Verhalten des Kindes abstellen und gleichzeitig das Kind zu seinen Bedürfnissen kommen lassen.

Das Kind erfährt, dass es im Konfliktfall nicht immer schlagen soll. Gleichzeitig erarbeitet und übt die Erzieherin mit dem Kind ein Verhalten, dass ihm ermöglicht, Streitigkeiten ohne Gewalt zu führen. Denn es wird nicht mehr so sein, dass in Konfliktfällen immer das Kind, das sowieso immer unangenehm auffällt, den Ärger bekommt.

Sie akzeptieren die neuen Lebenswirklichkeiten der Familien. Es wird ihnen leichter, Verhaltensweisen zu verstehen, wenn sie sich klarmachen, wie schwierig es z.

Modul 1: Einführung in die pädagogischen Beziehungen

Sie würden im Gespräch herausfinden, dass es dies tut, weil daheim kein Spielzeug vorhanden ist, und sich Lösungsmöglichkeiten überlegen.

Sie achten auf die Signale der Kinder und Eltern und gehen konstruktiv damit um. Die Familien und insbesondere die Kinder fühlen sich angenommen, weil sie sich nicht mehr in die Schablone eines überholten Bildes vom Kind gepresst fühlen. Sie wollen auch, dass man ihnen mit einem anderen Verständnis Was ist eine pädagogische Beziehungsgestaltung?. Andererseits können sie aber auch an anderer Stelle die Familien kritisch beraten, weil die Familien erleben, dass sie nicht von vornherein als total unfähig abgestempelt werden.

Die Elternarbeit wird ganz neue Impulse und einen anderen Stellenwert bekommen. Was macht so ein Buch für einen Sinn, wenn die Zielgruppe es uninteressant findet? Sie werden Kinder Medien konsumieren lassen, die sie nicht unbedingt als pädagogisch wertvoll erachten. Denn Kinder sind überall von Medien umgeben und nutzen diese. Rotkäppchen spiegelt heute nicht mehr so die kindliche Wahrnehmung der Welt wider wie Lara Croft, Pokémon oder Sailormoon.

Die Darstellungsweise und Ästhetik der Bilderwelt verändern sich rasant. Als die Sesamstraße das erste Mal in Deutschland gesendet wurde, ging ein Aufschrei durch die pädagogische Fachwelt.

Es geht nämlich nicht nur darum, dass irgendwelche Comicfiguren mit einem Blaster atomisiert werden. Kinder identifizieren sich mit den Figuren, weil sie das Gute verkörpern. Das Gute siegt über das Böse. Und neu ist in vielen Serien, Was ist eine pädagogische Beziehungsgestaltung? die lebenswerte Welt permanent von mächtigen Feinden bedroht wird.

Diesen Inhalt sehen Kinder aber nicht nur in ihren Serien, sondern auch jeden Tag in den Nachrichten. Denn die Teletubbies sind die erste Kinderserie, in der es keine männlichen Helden gibt, die von schönen Frauen angehimmelt werden. Denn die Teletubbies predigen nicht die Gleichberechtigung, sondern sie leben sie einfach vor. Tinky Winky mit seiner roten Lackhandtasche ist nicht einfach ein männlicher Junge wie Dipsy. Nein, Tinky Winky ist ein Was ist eine pädagogische Beziehungsgestaltung?

Was ist eine pädagogische Beziehungsgestaltung?, so wie Poo ein männliches Mädchen ist. Auch über das Fernsehen kann man mit Kindern ins Gespräch kommen.

Das offene Gespräch nimmt den Reiz des Verbotenen, Kinder brauchen eventuell mit ihren Fragen und Ängsten nicht allein bleiben, die Erzieherin kann Filme erklären und Inhalte relativieren. Das Kind fühlt sich dann mit seinen Themen ernst genommen. Beispiel: In der Einrichtung wird behauptet, mit V. Ich komme mit ihm über einen bestimmten Film ins Gespräch.

Es entwickelt sich ein für beide Seiten interessantes Gespräch. Keine Erzieherin fragt sich: Warum tue ich das immer noch? Ist es nicht schon längst überflüssig? Die neuen Situationen im pädagogischen Alltag und Berufsleben lassen es auch immer wichtiger werden, sich professionell beraten zu lassen und einzeln oder als Team Supervision in Anspruch zu nehmen. Möglicherweise werden aber manche Probleme nicht so stark bewertet werden, und eine Erzieherin stößt später an ihre Grenzen, Was ist eine pädagogische Beziehungsgestaltung?

durch die Gestaltung der pädagogischen Beziehung Kinder und Familien in einem positiveren Licht gesehen werden. Die Erzieherin muss nicht mehr so viel Energie aufbringen, um sich gegen sie abzugrenzen. Sie erlebt sich nicht als Einzelkämpferin, die nur das Beste für die Kinder und die Familien will, und diese das gar nicht zu schätzen wissen. Auch wird die Erzieherin andere Erfolgserlebnisse in der Arbeit haben.

Sie wird sich nicht so häufig über z. Im Bezug auf einzelne Kinder heißt das für mich, dass man sich immer wieder um Hilfe und Unterstützung kümmern muss.

Was ist eine pädagogische Beziehungsgestaltung?

Die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen wie Schule oder Beratungsstellen kann sehr wichtig sein. Doch auch hier werden Kinder und Familien solche Tipps und Ratschläge viel positiver aufnehmen, wenn durch die bestehende Beziehung die positiven Absichten deutlich werden und auch geglaubt werden können.

In diesem Abschnitt habe ich die Elemente, die man beherrschen muss, und die Auswirkungen auf die pädagogische Praxis genannt, um eine pädagogische Beziehung sinnvoll zu gestalten.

Im letzten Kapitel entwickle ich einige Zukunftsvisionen, denn die in den vorherigen Kapiteln beschriebene Art der sozialen Arbeit wird Was ist eine pädagogische Beziehungsgestaltung?

gesellschaftliche Veränderungen bewirken, aber auch erfordern. Folgerungen für die Gesellschaft Die Betreuung von Kindern und Jugendlichen außerhalb der Familie bekommt immer größere Bedeutung s. Beispiel: Der achtjährige X, den ich aus meinen vorigen Praktikum im Hort kenne, kommt regelmäßig zu uns nach Hause, um, so wie er sagt, einfach nur Gesellschaft zu haben.

Im Vergleich zu anderen Ländern sind in Deutschland die außerfamiliären Erziehungsformen recht wenig ausgebaut. Es gibt aber schon viele Ideen und Konzepte, die nur darauf warten, realisiert zu werden. Die Einrichtungen für Kinder müssen sich nach deren Erfordernissen richten.

Die Schulhorte sollten auch schulergänzend arbeiten. Offener Kindergarten als Zentrum der Gemeinwesenarbeit: In einem Stadtteilzentrum findet neben der Kindergartenarbeit auch Jugend- und Seniorenarbeit statt. Alt und Jung begegnen sich und lernen voneinander. Die gesamte Arbeit wird von hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern getragen 26.

Die Bedeutung der Ganztagsschule sollte erkannt werden.

Was ist eine pädagogische Beziehungsgestaltung?

Denn hier können wertvolle Beziehungen neben der Familie aufgebaut werden. Familien werden durch Mittagessenangebote und Hausaufgabenhilfe entlastet. Das Schulklima verbessert sich, weil die Kinder die Schule nicht nur als Lernort erleben, sondern auch als einen Ort der Begegnung und Freizeitgestaltung. Gleichzeitig fördert sie die Chancengleichheit, weil nicht nur die Kinder, deren Eltern Zeit, Wissen oder Geld für Hausaufgabenhilfe haben, ihren Kindern helfen können und auftretende Probleme nicht nur schulische gleich vor Ort gelöst werden können.

Die Ganztagsschule passt sehr gut zur veränderten Gesellschaft und wird in vielen anderen Ländern schon seit langem mit Erfolg betrieben. Die schrittweise Einführung der Was ist eine pädagogische Beziehungsgestaltung?

ist schon ein erster Schritt in die richtige Richtung. So wie soziale Einrichtungen nicht jahrzehntelang gleich bleiben können, so kann auch die Ausbildung zur Erzieherin Was ist eine pädagogische Beziehungsgestaltung? gleich bleiben. Die Fachschule sollte verstärkt die vorgenannten Kompetenzen ausbilden und deren Bedeutung verdeutlichen. Reflexions- und Kommunikationsfähigkeiten sollten verstärkt Bewertungskriterien für den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung sein.

Um Kindern und Jugendlichen Werte und Normen zu vermitteln, muss man sich über seine eigenen Werte und Normen erst einmal klar geworden sein. Außerdem sollte die politische Meinungsbildung wieder mehr in den Vordergrund treten, weil die soziale Arbeit viel stärker als andere Arbeitsbereiche von politischen Bedingungen gesteuert wird.

Zukunftsfähige Konzepte sollten diskutiert werden, und es sollte Mut gemacht werden, Veränderungsprozesse einzuleiten. Die pädagogische Beziehung ist zwar kein Allheilmittel, jedoch eine angemessene Reaktion auf die veränderte gesellschaftliche Situation und die Verhaltensauffälligkeiten von Kindern. Anmerkung Der Artikel beruht auf einer Hausarbeit zum Abschluss der Ausbildung zur Erzieherin an der Fachschule für Sozialpädagogik Was ist eine pädagogische Beziehungsgestaltung?

Pinneberg Januar 2000. Literatur Becker-Textor, Ingeborg: Kindergarten 2010. Herder Verlag, Freiburg, Basel, Wien 1994 Bennich, Anna: Bäst är böcker som man kan samlas kring.

Beltz Verlag, Weinheim, Basel 1991 Ehnle, Isolde: Problemkinder integrieren. Süd West Verlag, München 1997 von Friesen, Astrid: Liebe spielt eine Rolle. Rowohlt Verlag, Reinbek 1995 Giesecke, Hermann: Die pädagogische Beziehung. Juventa Verlag, Weinheim, München 1997 Janssen, Hans: Kinder wollen Klarheit. Kreuz Verlag, Zürich 1989 Kobler, Hans-Peter: Neue Lehrer braucht das Land.

Jungfermann Verlag, Paderborn 1995 Mauruschat, Ania: Die Hoffnung heißt Poo.

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